{"id":636,"date":"2021-05-05T19:13:16","date_gmt":"2021-05-05T19:13:16","guid":{"rendered":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=636"},"modified":"2022-06-05T19:52:03","modified_gmt":"2022-06-05T19:52:03","slug":"was-steckt-eigentlich-hinter-dem-gender-sternchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=636","title":{"rendered":"Was steckt eigentlich hinter dem \u203aGender-Sternchen\u2039?"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/Gender-Sternchen-25.-Mai-2021.pdf\">&gt;&gt;PDF Download<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte belustigt auf das sog. \u203aGender-Sternchen\u2039 reagieren, es als harmlos einsch\u00e4tzen und als \u203aMode-Gag\u2039 oder es leichtfertig als Luxus-Problem oder als Unfug abtun. Entsprechendes gilt f\u00fcr die Unterstriche, die Schr\u00e4gstriche oder f\u00fcr den Doppelpunkt im Wort (z.B. \u203aChrist:innen\u2039). \u2014 Man k\u00f6nnte dar\u00fcber schmunzeln, wenn die Anrede nicht mehr lautet: \u203aSehr geehrte Damen und Herren\u2039, sondern: \u203aLiebe Menschen\u2039. \u2014 Man k\u00f6nnte am\u00fcsiert dar\u00fcber sein, wenn Nachrichten-Sprecher in Radio und Fernsehen eine ganz kurze Sprechpause mit anschlie\u00dfendem Glottisschlag einlegen, um das \u203aGender-Sternchen\u2039 zu betonen, dabei jedoch riskieren, dass die von ihnen vorgetragene Nachricht beim Empf\u00e4nger \/ H\u00f6rer gar nicht mehr richtig ankommt. \u2014 Man k\u00f6nnte sich die Augen reiben, wenn nun in jeder Stellenausschreibung hierzulande das K\u00fcrzel \u203am\/w\/d\u2039 (\u203adivers\u2039) erscheint (wie viele \u203aDiverse\u2039 werden \u00fcberhaupt gez\u00e4hlt? Sind\u00b4s dreihundert?). <\/p>\n\n\n\n<p>Gesetzt den Fall: das mit dem Gendern st\u00fcnde f\u00fcr eine inklusive Sprache, man liest und h\u00f6rt von Leser*innen und H\u00f6rer:innen, gemeint sind also Personen m\u00e4nnlichen und weiblichen Geschlechts \u2014 doch wo nur bleiben dabei nun die sog. \u203adiversen\u2039 Geschlechts? Wie also werden die Mitmenschen diversen Geschlechts innerhalb der gendergerechten Sprech- und Schreibweise einbezogen? Falls nicht: M\u00fcssten sich diese nicht diskriminiert, gar diffamiert vorkommen?<\/p>\n\n\n\n<p>\u2014 Man k\u00f6nnte nachfragen, wie viele verschiedene Geschlechter es denn nun gibt in der \u203asexuellen Vielfalt der Geschlechter\u2039: noch \u00fcber LSBTTIQ hinaus (d.h. lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle, transgender, intersexuelle und queere Auspr\u00e4gungen von Sexualit\u00e4t). \u2014 Man k\u00f6nnte \u00fcberlegen, welche Folgen es hat, wenn die Geschlechter-Polarit\u00e4t im Sinne einer angestrebten \u203aGeschlechtergerechtigkeit\u2039 aufgel\u00f6st werden soll. Wenn die biologisch vorgegebene Geschlechterordnung bis zur Belanglosigkeit dekonstruiert werden soll. Wenn biologische, anatomische, hormonelle, psychische Unterschiede zwischen Mann und Frau einfach geleugnet werden. Wenn naturwissenschaftliche Ergebnisse (etwa in der Hirnforschung) missachtet werden. Wenn \u203asexuelle Vielfalt\u2039 nicht nur zu respektieren und zu tolerieren, sondern gar uneingeschr\u00e4nkt zu akzeptieren sei: gibt es dann \u00fcberhaupt noch irgendwelche Tabus, noch irgendwelche Grenzen sexueller Praxis? \u2014 Man k\u00f6nnte wissen wollen, wer denn nun diskreditiert wird, wenn statt der Bezeichnungen von Mutter und Vater die Bezeichnungen \u203aEltern 1 \u2039und \u203aEltern 2\u2039 eingef\u00fchrt werden sollen (so der Europa-Rat im Dokument 12267 vom Okt. 2010). Was es bedeutet, wenn f\u00fcr \u203aRegenbogenfamilien\u2039 eine \u203adritte Elternschaft\u2039 er\u00f6ffnet werden soll (man bedenke dagegen: Gen. 9,12-17). Wenn die Leihmutterschaft auch hierzulande legalisiert werden soll. Wenn \u203adas Menschenrecht auf Abtreibung\u2039 beschlossen wird (so die Empfehlung des Europa-Parlaments 2015 und erneut 2021 an die Mitgliedsstaaten, wobei dieses Recht allerdings von einem jeden einzelnen Mitgliedsstaat erst eigens ratifiziert werden muss). \u2014 Man k\u00f6nnte erbost reagieren \u00fcber die Diffamierung der traditionellen Mutter(rolle\/schaft), die Entmutterung der Frau, die Abschaffung der Vollzeit-Mutter: schlie\u00dflich m\u00fcsse die Fixierung auf soziale Rollen wie Mutter und Hausfrau \u00fcberwunden und jede Frau in die au\u00dfer-h\u00e4usliche Arbeitswelt integriert werden. \u2014 Man k\u00f6nnte entsetzt sein \u00fcber die beabsichtigte Abschaffung der Elternrechte \u00fcber ihre Kinder (dagegen: Art. 6,1.2.4 GG), \u00fcber die Verabschiedung der klassischen Familie (\u203aein Auslaufmodell?\u2039) als \u203aS\u00e4ule der staatlichen Gemeinschaft\u2039 und \u00fcber die Propagierung heterogener Patchwork-Lebensformen und polyamorer Beziehungen (als Zukunftsmodell?). \u2014 Man k\u00f6nnte befremdet und irritiert sein \u00fcber die Vergenderung der Sprache, \u00fcber die Verunglimpfung der deutschen Sprache, \u00fcber die Sprachverwirrung \/ man k\u00f6nnte nach der Lesbarkeit fragen: der Mensch, \u203adie Menschin\u2039, \u203adie Christ*innenmensch*innen\u2039, die \u203aElter*innen\u2039, \u203adie Kinder*innen\u2039 \/\u203adie Engelin\u2039 \/ \u203adie N\u00e4chstin\u2039 \/ der \u203aMeerjungmann\u2039. \u2014 Man k\u00f6nnte sich abwenden, wenn die Anrede in einem Wahlwerbebrief geschlechtsneutral-korrekt-formuliert lautet: \u00bbAn alle Wahlinteressierten im Hause\u00ab (statt \u203aW\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler\u2039 zu schreiben). \u2014 Man k\u00f6nnte dagegen protestieren, wenn Bachelor- und Master-Arbeiten gendergerecht abgefasst werden m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird der m\u00e4nnliche Vorname \u203aHermann\u2039 verboten, wird aus der Frauke die \u203aMannke\u2039? Wird die Bezeichnung \u203aZigeuner\u2039 (nach \u203aSinti und Roma\u2039) nun umgewandelt in die Bezeichnung: \u203amobile ethnische Minderheit\u2039? Wird die Mohrengasse umbenannt? Wird aus der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone die Flaniermeile? Werden aus Studenten nun Studierende, um nur ja nicht irgendjemanden zu diskriminieren, wobei Unterschiede in Begriff und Sache schlicht \u00fcbergangen werden? Denn: Nicht alle Studierenden sind (eingeschriebene) Studenten. Nicht alle Musizierenden sind sogleich Musiker. Nicht alle Mitarbeitenden sind (vertraglich eingestellte) Mitarbeiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Wird aus dem Papagei die \u203aMamagei\u2039? Wird aus der Muttermilch: \u203aMilch vom Menschen\u2039 (FAZ, 20.02.2021, 11)? Soll zuk\u00fcnftig vom \u203ageb\u00e4renden Elternteil\u2039 (FAZ, s.o.) die Rede sein bzw. von der \u203ageb\u00e4renden Person\u2039 (um nicht als \u203atransphob\u2039 tituliert werden zu k\u00f6nnen) und von \u203aOberk\u00f6rperf\u00fctterung\u2039 (so der Leitfaden der Universit\u00e4tskliniken des britischen Gesundheitsdienstes in Brighton und Sussex)(als ob es beim Stillen um feste Nahrung ginge)? Was wird aus dem Weihnachtsmann, was aus den Stiefm\u00fctterchen, was aus \u203adem Weib\u2039, was aus der Muttersprache, was aus dem Vater-unser-Gebet? Was soll\u00b4s, wenn im Bistum Hildesheim fortan gegendert wird? Wenn \u203adie Katholische Studierende Jugend\u2039 (\u203aKSJ\u2039) Gott mit \u203aGender-Sternchen\u2039 schm\u00fccken will? Also (?): Gott*in oder G\u00f6tt*in (?) mit was f\u00fcr einem bestimmten Artikel voran? Wann wohl folgt aus der Gottesanrede: \u203aHERR\u2039 konsequent-gegendert die Anrede: \u203aHerr*in\u2039?<\/p>\n\n\n\n<p>Wer die Bibelstelle Gal. 3,28 heranzieht (\u00bbweder Mann noch Frau\u00ab) und gendergerecht umfunktionieren will, der sollte erinnert sein d\u00fcrfen an eine saubere biblisch-theologische Exegese und dabei den Bezug zur Taufe bemerken.<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte an den \u203aTurmbau zu Babel\u2039 (Gen. 11,1-9) denken: \u00bbdass keiner mehr des anderen Sprache verstehe\u00ab. \u2014 Man k\u00f6nnte \u00fcberrascht sein, wenn die Duden-Online-Redaktion auf das Gendern von Sprache hereinf\u00e4llt und sich f\u00fcr die Einf\u00fchrung einer geschlechtsneutralen Sprache verwendet. Immerhin jedoch wurde im M\u00e4rz 2018 durch den Bundesgerichtshof letztinstanzlich festgehalten, dass sich die Bezeichnung: \u203ader Kunde\u2039 im Sinne des generischen Maskulinums auf Menschen jeden Geschlechts bezieht. Wer sich nun aber \u00fcber das generische Maskulinum ausl\u00e4sst, der wird doch sicher auch um das generische Femininum wissen (\u203adie Person\u2039) und um das generische Neutrum (\u203adas Mitglied\u2039).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Klage, wonach eine Frau als \u203aKundin\u2039 angeschrieben werden wollte, wurde vom Bundesverfassungsgericht abgewiesen. \u2014&nbsp;Man k\u00f6nnte die gender-sensible Anrede: \u203aHerr Professorin\u2039 (siehe Leipzig) mit Hohn und Spott bedenken. \u2014&nbsp;Man k\u00f6nnte in der gender-gerechten Sprache einen Beitrag sehen wollen f\u00fcr mehr Emanzipation und Gleichberechtigung (\u203awenn\u00b4s denn aber nur so w\u00e4re!\u2039). \u203aGleicher Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit\u2039 (?), aber ja!<\/p>\n\n\n\n<p>Doch hinter der pseudowissenschaftlichen Gender-Ideologie verbirgt sich ein radikaler Ansatz (im Kampf gegen alles M\u00e4nnliche?) zur Umwandlung der bisherigen (Geschlechter-) Gesellschaft auf dem Weg hin zu einer sog. \u203afluiden Geschlechtlichkeit\u2039: wobei bereits Jugendliche vom 14. Lebensjahr ab j\u00e4hrlich neu vor dem Standesamt festlegen k\u00f6nnen sollen, ob sie als m\u00e4nnlich oder als weiblich gelten wollen (so ein Gesetz-Entwurf 2021 von \u203aB\u00fcndnis 90\/die Gr\u00fcnen\u2039 und SPD, der jedoch im April 2021 nicht die erforderliche Mehrheit fand \/ so ebenso ein Gesetz-Entwurf von \u203aB\u00fcndnis 90\/die Gr\u00fcnen\u2039 und FDP, der im Bundestag am 19. Mai 2021 jedoch abgelehnt wurde).<\/p>\n\n\n\n<p>Jeder Mensch sei zun\u00e4chst \u203ageschlechtsneutral\u2039, m\u00fcsse sich sein Geschlecht selbst w\u00e4hlen, k\u00f6nne sein Geschlecht innerhalb seines Lebens (mehrfach) wechseln. Nichts sei angelegt, alles sei w\u00e4hlbar, alles sei wandelbar, nichts sei festgelegt, alles sei anerzogen. Es gibt mehr als zwei Geschlechter, doch wie viele? Sechzig etwa oder mehr? Jetzt noch dient die Frau soz. als \u203aDurchgangsstadium\u2039, bis dass es wie angestrebt zur Aufl\u00f6sung (!) des bi-polaren Geschlechterkonstrukts von Mann und Frau und zur Einf\u00fchrung eines pluralen Modells (angefangen in der \u203aEhe f\u00fcr alle\u2039?) mit vielf\u00e4ltigen Variationen von \u203asexuellen Orientierungen\u2039 im Sinne \u203asexueller Vielfalt\u2039 kommen soll. Ist dann noch klar, wer denn nun Vater und Mutter ist, wer f\u00fcr die Erziehung des Kindes verantwortlich ist? Droht da nicht ein gesellschaftliches Chaos? Was f\u00fcr ein katastrophaler Irrweg! Man will offen sein f\u00fcr alles (auch f\u00fcr das Adoptionsrecht f\u00fcr \u203aHomo-Partner\u2039? \/ auch f\u00fcr die Polygamie? \/ auch f\u00fcr P\u00e4dophilie?), man will niemanden mehr diskriminieren, alle sollen gleich sein: obwohl ein jeder Mensch ein unverwechselbares Original aus Gottes Sch\u00f6pferhand ist \/ obwohl alle Menschen verschieden sind \/ obwohl sich ein jeder Mensch vom anderen unterscheidet, wof\u00fcr nicht allein \u203ader genetische Fingerabdruck\u2039 Zeugnis ablegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unabh\u00e4ngig davon, dass all dies aus der Gender-Ideologie der biblischen Anthropologie widerspricht, wonach Gott (!) einen jeden einzelnen Menschen als m\u00e4nnlich oder als weiblich erschaffen und bis in jede K\u00f6rperzelle hinein determiniert hat (Gen. 1,27) \/ wonach Gott Mann und Frau in ihrer Bi-Polarit\u00e4t komplement\u00e4r zueinander angelegt hat , damit \u203adie Zwei\u2039 einander \u203aGehilfen zur Freude\u2039 werden (vgl. Gen. 2,18 &#8211; Sir. 37,26 &#8211; Mk. 2,6.7 &#8211; Eph. 5,31) \/ unabh\u00e4ngig davon, dass die Gender-Ideologie antibiblische und antichristliche Z\u00fcge in sich tr\u00e4gt \u2014 stellt sich schon die Frage, ob der Mensch in seiner apostrophierten Selbsterfindung, Selbstbestimmung, Selbstinszenierung, Selbstoptimierung, Selbstverwirklichung (der moderne G\u00f6tze?) nur noch sich selbst verantwortlich ist und damit in seiner Autonomie alles tun und lassen k\u00f6nnen will, was ihm gef\u00e4llt. Ob es bekommt, zu gewissen Zeiten als Mann und zu anderen Zeiten als Frau aufzutreten, je nach dem, was sich (auf dem Arbeitsmarkt? \/ in der Frauenquote?) jeweils gerade als vorteilhafter erweist. Was f\u00fcr irritierende Verh\u00e4ltnisse! Was passieren kann (?): Der jeweils betroffene Mensch wird seelisch desorientiert, deformiert, er wird traumatisiert, seine personale Identit\u00e4t wird zerst\u00f6rt, seine soziale Kompetenz in Mitleidenschaft gezogen. Wer nur kann so etwas wollen? Schlie\u00dflich folgen operative und hormonelle Geschlechtsumwandlungen im gro\u00dfen Stil: auf dass Menschen dadurch gl\u00fccklicher werden? Was wird dies schlussendlich f\u00fcr den Leistungssport bedeuten, wonach M\u00e4nner- und Frauenwettbewerbe bisher voneinander getrennt durchgef\u00fchrt wurden?<\/p>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr ein gewaltiges Umerziehungsprogramm (zur Fr\u00fch- und Pansexualisierung) der Gesellschaft schwebt da im Gender-Mainstream vor, ansatzweise \u00fcber Bildungspl\u00e4ne! Was f\u00fcr ein Paradigmenwechsel! Muss die Kindererziehung (entgegen Art. 6,1.2 GG) vergesellschaftet werden? Der Staat \u203adie Lufthoheit \u00fcber die Kinderbetten\u2039 aus\u00fcben? M\u00fcssen bereits Kinder und Jugendliche in Kindertagesst\u00e4tten und Schulen durch spezielle Fachleute \u203avon au\u00dferhalb\u2039 aufgekl\u00e4rt werden? Angeleitet werden zu Sex-\u00dcbungen? M\u00f6glichst fr\u00fchzeitiger Lustgewinn durch verschiedene Sex-Praktiken? Abbau der Schamgef\u00fchle? Multisexuelle Vielfalt als p\u00e4dagogisches Leitmotiv in Kindertagesst\u00e4tte und Schule? Wer redet da (noch) vom Kindeswohl, wenn Kinderseelen derart gesch\u00e4digt werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Man k\u00f6nnte wissen, dass sich \u203ader Rat f\u00fcr deutsche Rechtschreibung\u2039, \u203adie Gesellschaft f\u00fcr deutsche Sprache\u2039 (\u203aGfdS\u2039), der \u203aVerein deutsche Sprache e.V.\u2039 (\u203aVdS\u2039), (Stand 2019) sechzehn weltweit f\u00fchrende DAX- Unternehmen, die bisherige Justizministerin, die Kultusminister in Sachsen und wie in Schleswig-Holstein, die weiter zunehmende Mehrheit der Bev\u00f6lkerung gegen die Verwendung des \u203aGender- Sternchens\u2039 entschieden haben. Aber die rot-gr\u00fcne Bundesregierung bef\u00fcrwortete das \u203aGender- Sternchen\u2039 und erkl\u00e4rte per Kabinettsbeschluss (am 23. Juni 1999) das Gender-Programm zum durchg\u00e4ngigen Leitprinzip im Rechts- und Bildungssystem, ohne dass es dazu etwa einer Bundestagsdebatte oder eines Parlamentsbeschlusses bedurft h\u00e4tte (?). Immerhin bestehen in der Bundesrepublik nunmehr \u00fcber 200 Lehrst\u00fchle f\u00fcr \u203aGender-Studies\u2039. Und: \u203aDie Evangelische Kirche in Deutschland\u2039 (\u203aEKD\u2039) unterh\u00e4lt ein im April 2014 eingeweihtes eigenes Gender-Studienzentrum in Hannover. Aber \u2014 m\u00fcsste nicht ganz neu das (biblisch-tradierte, wertkonservative) Leitmotiv von Ehe, Familie, Kind(ern) zum gesamtgesellschaftlichen Leitprinzip erhoben werden?<\/p>\n\n\n\n<p>Gender \u2014 ein Begriff, der verschleiert. Stets aber geht\u00b4s dabei ums Geschlecht(liche), wie auch immer. Dabei verwischen sich die Unterschiede zwischen dem biologischen, sozialen, kulturell gepr\u00e4gten Geschlecht. Ein erkl\u00e4rtes Ziel besteht darin, aus vermeintlich patriarchaler Unterdr\u00fcckung durch \u203aalte, wei\u00dfe M\u00e4nner\u2039 zu befreien und: die \u203aHeteronormativit\u00e4t\u2039 der Gesellschaft zu \u00fcberwinden. Wei\u00df jemand schlie\u00dflich noch, \u203awas Sache ist\u2039? Wohin dieser Zug der gesellschaftlichen Entwicklung \u203aunter Volldampf\u2039 f\u00e4hrt?<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist wohl h\u00f6chste Zeit, auch in Kreisen von Politik und Kirche zu intervenieren, Menschen mit gesundem Menschenverstand zu mobilisieren, die breite \u00d6ffentlichkeit aufzuschrecken, gegen das Diktat der Gender-Sprache (etwa in Universit\u00e4ten und Hochschulen) vorzugehen, Anfeindungen (mit dem Vorhalt bzw. mit dem \u203aTotschlag-Argument\u2039, \u203ahomophob\u2039, \u203atransphob\u2039, \u203afundamentalistisch\u2039 zu sein) zu widerstehen: um Gottes willen und um eines jeden einzelnen Menschen willen! Sollen die tragenden und verbindlichen Grundlagen unserer Gesellschaft doch nicht preisgegeben werden!<\/p>\n\n\n\n<p>Was Sie tun k\u00f6nnen? Diese Erkl\u00e4rung in Ihrem eigenen Freundes- und Bekanntenkreis im Sinne freier Meinungs\u00e4u\u00dferung (nach Art. 5 GG) verbreiten und in einer seri\u00f6sen Streitkultur f\u00fcr einen offenen Diskurs eintreten, in dem die Fakten klipp und klar benannt werden, ohne dass etwa diffamiert, diskreditiert oder gehetzt wird. Sachliche Kritik \u00fcben ohne Menschenscheu, etwa auch als Eltern in der Schule, wenn Kinder und Jugendliche im Unterricht zum Sex angeleitet werden sollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was Sie ebenfalls tun k\u00f6nnen? Wo auch immer Ihnen das \u203aGender-Sternchen\u2039 begegnet, dagegen aufbegehren, opponieren, solche Post zur\u00fcckschicken, gegenderte Formulare ablehnen, die Stadtverwaltungen und Landrats\u00e4mter, die Fernsehsender wie die Zeitungsredaktionen mit R\u00fcckfragen bedenken, derart etwa: \u203aWissen Sie, welches Menschenbild und welche Ideologie sich hinter dem \u203aGender-Sternchen\u2039 verbirgt? Was auf diesem harmlos erscheinenden Umweg schlie\u00dflich erreicht werden soll? Welcher Ideologie Sie damit Vorschub leisten?\u2039 \u2014 Um eine komplette Umgestaltung der Gesellschaft geht es, um die Identit\u00e4tssuche jedes einzelnen Menschen nach einem Geschlecht eigener Wahl, um nichts weniger!\u2039<\/p>\n\n\n\n<p>Schlie\u00dflich: Sollte die Verwendung des \u203aGender-Sternchens\u2039 in amtlichen Verlautbarungstexten nicht juristisch \u00fcberpr\u00fcft werden (m\u00fcssen): n\u00e4mlich auf ihre Rechtm\u00e4\u00dfigkeit hin? Handelt es sich denn etwa nicht um Verst\u00f6\u00dfe gegen das amtlich-verbindlich festgelegte Regelwerk der deutschen Sprache? Als ob es freist\u00fcnde, nach eigenem Belieben und Ermessen bestehende Sprachregeln zu ver\u00e4ndern!<\/p>\n\n\n\n<p><em>Achern, 28. Dezember 2021<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Hans-Gerd Krabbe,<br>langj\u00e4hrig Gemeindepfarrer in der Badischen Landeskirche, Buch-Autor, jetzt in Pension, engagiert sich f\u00fcr den Verein \u203aD.A.V.I.D gegen Mobbing und Ungerechtigkeit in Kirche und Diakonie\u2039.\u00a0<\/p>\n\n\n\n<p>Der Artikel von H.-G. Krabbe: \u00bbWas steckt eigentlich hinter dem Gender-Sternchen?\u00ab wurde inzwischen in zehn verschiedenen Medien ver\u00f6ffentlicht, auch in s\u00e4kularen \u2014 zuletzt in der Zeitschrift: \u00bbEvangelische Verantwortung\u00ab, herausgegeben vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU-\/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&gt;&gt;PDF Download Man k\u00f6nnte belustigt auf das sog. \u203aGender-Sternchen\u2039 reagieren, es als harmlos einsch\u00e4tzen und als \u203aMode-Gag\u2039 oder es leichtfertig als Luxus-Problem oder als Unfug abtun. Entsprechendes gilt f\u00fcr die Unterstriche, die Schr\u00e4gstriche oder f\u00fcr den Doppelpunkt im Wort (z.B. \u203aChrist:innen\u2039). \u2014 Man k\u00f6nnte dar\u00fcber schmunzeln, wenn die Anrede nicht mehr lautet: \u203aSehr geehrte Damen<br \/><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=636\">+ Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[17,5],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/636"}],"collection":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=636"}],"version-history":[{"count":33,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/636\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":789,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/636\/revisions\/789"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=636"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=636"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=636"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}