{"id":56,"date":"2018-10-02T20:01:30","date_gmt":"2018-10-02T20:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/bekenntnis.net\/?p=56"},"modified":"2018-10-15T06:41:12","modified_gmt":"2018-10-15T06:41:12","slug":"orientierungs-und-arbeitshilfe-zum-gespraechspapier-des-eok","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=56","title":{"rendered":"Orientierungs- und Arbeitshilfe zum Gespr\u00e4chspapier des EOK"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/BKB-Orientierungs-und-Arbeitshilfe_zum-EOK-ISLAM-Projekt-24.09.2018-003.pdf\"><strong>>>PDF-Download<\/strong><\/a><\/h5>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Zur Information und Orientierung <strong><\/strong><\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">Eine Arbeitshilfe des BKB (vom 24. Sept. 2018) zum EOK-Gespr\u00e4chspapier: Christen und Muslime (1. Juli 2018)<\/h4>\n\n\n\n<p>Viele werden weder Zeit noch Mu\u00dfe haben, den ganzen 63-seitigen <strong>Text \u201eChristen und<\/strong> <strong>Muslime.<\/strong> Gespr\u00e4chspapier zu einer theologischen Wegbestimmung der Evangelischen Landeskirche Baden\u201c zu lesen. Deshalb hat der Bekenntniskreis Baden (BKB) die grundlegenden Aussagen dieses Papiers mit kommentierenden Hinweisen zusammengefasst, um dem Informations- und Orientierungsbed\u00fcrfnis aller am Dialog mit dem Islam Interessierten nachzukommen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\"><strong>1. Das Bild von Islam und christlichem Glauben<\/strong><\/h4>\n\n\n\n<p>Die Sunna, vor allem die \u00dcberlieferungen zum Leben Mohammeds (Hadithe), werden in diesem Papier <strong>nicht thematisiert<\/strong> (S.15). Entscheidende Teile islamischer Offenbarungstexte werden so einfach <strong>weggelassen<\/strong>. Das ist kein Zufall. Einige Beispiele zeigen, dass sowohl theologie-\u00a0 als auch islamwissenschaftliche <strong>Standards nicht eingehalten<\/strong> werden. Es wird die Sure: \u201eKein Zwang ist in der Religion\u201c, die durch sp\u00e4tere Suren aufgehoben wurde, so zitiert, als g\u00e4lte sie noch (37\/40) Auch wird die koranische Anerkennung Jesu als Messias betont \u2013der allerdings dort muslimische Glaubensinhalte vertritt \u2013 aber seine Ablehnung ebendort als Messias wird <strong>unterschlagen<\/strong> (26). Oder es wird einfach die Einleitung eines Textteils, die sich an die Juden wendet, <strong>weggelassen<\/strong>, um so <strong>manipulativ<\/strong> die Friedfertigkeit des Islam zu beweisen (21). Es wird zitiert (34), dass die, die glauben \u2013 auch die Juden und Christen \u2013 erl\u00f6st werden, aber es wird <strong>unterschlagen<\/strong>, dass \u201eglauben\u201c hier bedeutet: an Allah zu glauben! Des \u00d6fteren (z.B. S.5) wird Richtiges eingef\u00fcgt, aber sofort durch sein Gegenteil ersetzt oder in seiner Bedeutung nicht gew\u00fcrdigt. Es werden Begriffe wie Barmherzigkeit, Gerechtigkeit, Vergebung oder Menschenw\u00fcrde als Gemeingut beider Religionen verwendet, ohne auch nur entfernt auf ihren je nach Religion ganz verschiedenen Inhalt einzugehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenfalls <strong>weggelassen<\/strong> (oder erw\u00e4hnt, jedoch in ihrer wahren Bedeutung gerade im Widerspruch zum Islam nicht diskutiert) werden wichtige Inhalte christlicher (und islamischer) Offenbarung: die Auferstehung Jesu Christi, der Sinn seines Kreuzestodes, S\u00fcnde, Gnade und Vergebung, der Heilige Geist, Rechtfertigung aus dem Glauben (\u201eohne des Gesetzes Werke\u201c) im Gegensatz zu islamischer Werkgerechtigkeit, die Geltung der Menschenrechte nur in den Grenzen der Scharia oder die dort vorgegebene Polygamie, grausame K\u00f6rperstrafen, die Todesstrafe, die Erlaubnis zur T\u00f6tung von Konvertiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nicht weggelassen, aber <strong>besch\u00f6nigend verzerrt<\/strong> werden viele Inhalte, wo Kritik am Islam einsetzen m\u00fcsste \u2013 verzerrt nach dem Motto: der Islam hat mit dem Islam nichts zu tun, er ist Opfer der Umst\u00e4nde oder fremder M\u00e4chte. Islamischen Terror gebe es nur \u201eim Namen\u201c des Islam (7), der gute Kampf, den Paulus gek\u00e4mpft hat (2.Tim 4,7 (nicht wie angegeben Vers 6!) wird identifiziert mit dem islamischen Dschihad (37). Christenverfolgung gebe es, weil der Islam politisch instrumentalisiert wird (14). Die \u201ediskriminierende Geschlechterhierarchie\u201c (sprich: die Benachteiligung der Frau) beruht auf \u201ekulturellen Praxen, die religi\u00f6s legitimiert werden\u201c, also nicht auf Glaubensinhalten (32). Anweisungen zur T\u00f6tung von Ungl\u00e4ubigen<br\/>scheinen vor allem historisch zeitbedingt zu sein (37f). Die negative Haltung der Muslime zur Religionsfreiheit scheint historisch, soziokulturell, von einer bestimmten Sozialordnung bestimmt zu sein (40). Kopftuch und Religionsbestimmung bei der Kindererziehung ist eine Sache des Patriarchats, nicht etwa des islamischen Glaubens (57\/58). Und in unserem Land besonders gravierend: <strong>islamischer Antisemitismus<\/strong> ist vorgeblich politisch verursacht und ein Import aus Europa (59), die Hauptgefahr ist angeblich nicht die (in Koran und Sunna (!) begr\u00fcndete und bei vielen Muslimen selbstverst\u00e4ndliche) Judenfeindlichkeit, sondern ihre \u201eEtikettierung als \u201amuslimischer Antisemitismus\u2018\u201c aufgrund von Islamfeindlichkeit (ebd). Man denke dabei nur an die iranischen Pl\u00e4ne zur Zerst\u00f6rung Israels \u2013 wie sollte man diese wohl \u201eetikettieren\u201c?<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Verdreht und umgedeutet<\/strong> werden auch theologische Inhalte. So wird der Koran von den Muslimen angeblich als Mischung von Gottes- und Menschenwort angesehen oder noch erstaunlicher: \u201eDer Koran wurde diskursiv offenbart; er ist das Resultat von Dialog, Debatte, Argumentation, Annahme und Zur\u00fcckweisung\u201c (19). Auch wenn das ein \u201eislamischer<br\/>Theologe\u201c behauptet, wird die islamische Theologie diese Idee insgesamt zur\u00fcckweisen: Mohammed habe mit dem Engel Gabriel dar\u00fcber diskutiert, was in die Endfassung des Koran aufgenommen werden sollte. Die durchgehend betonte Hochsch\u00e4tzung christlicher Personen im Koran (Jesus, Maria 26, Noah, Abraham, Ismael, Isaak usw. \u2013 18) <strong>unterschl\u00e4gt<\/strong>, dass sich diese Personen im Koran dazu bekennen, dass Allah ihr Gott ist und dass er nur einer ist und keinen Sohn hat. <strong>Verf\u00e4lscht<\/strong> wird auch das christliche Gottesbild (22f). Paulus wird damit zitiert, dass wir Gott jetzt noch nicht vollst\u00e4ndig erkennen k\u00f6nnen. Das soll belegen, dass Christen \u00fcber ihren Gott nichts Genaues aussagen k\u00f6nnen \u2013 so k\u00f6nnte ER dann ja auch keinen Sohn haben, nicht dreieinig sein, sondern sein wie Allah. Derselbe Paulus aber war sich bei allen wichtigen Glaubensaussagen darin stets gewiss, dass sie wahr sind, er hat sogar diejenigen verflucht, die eine andere Wahrheit, ein anderes Evangelium verk\u00fcnden (Gal.1,6-9). Behauptet wird: Christen<br\/>haben eine begrenzte Kenntnis von ihrem Gott (10-13, 24) \u2013 weshalb sie in einem \u201eInklusivismus auf Gegenseitigkeit\u201c auf Muslime angewiesen sind, IHN richtig zu erkennen (13). Die wahre Gotteserkenntnis des Islam (dort gibt es sie noch, im christlichen Glauben nicht mehr?) ist nicht einfach nur dort gegeben \u201ewo sie unseren Glaubens\u00fcberzeugungen entspricht, sondern sie kann gerade auch in dem bestehen, was uns fremd ist und unseren eigenen Glaubens\u00fcberzeugungen widerspricht.\u201c (13). Das Andere, die Wahrheit des Islam, \u201ewird durchaus auch vertiefende oder korrigierende Funktion annehmen k\u00f6nnen im Blick auf das \u201aEigene\u2018\u201c. (13). Behauptet wird hier: <strong>Christen haben keine vollst\u00e4ndige Gotteserkenntnis, aber sie k\u00f6nnen IHN kennenlernen, wenn sie die wahre muslimische Gotteserkenntnis<\/strong> <strong>\u00fcbernehmen, ihr eigener Glaube wird dadurch sogar tiefer, die bisher darin enthaltenen Irrt\u00fcmer verschwinden dank islamischer Korrektur.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">2. Warum das Ganze, warum diese Vorgehensweise ? \u2013 Ein Interpretationsversuch<\/h4>\n\n\n\n<p>Schon das nonchalante Eingest\u00e4ndnis, gro\u00dfe Teile islamischer \u201eOffenbarung\u201c einfach wegzulassen, noch mehr aber die eklatante Menge von inhaltlichen Fehlleistungen wie Verharmlosung, Verschweigen, Desinformation und Manipulation, Verdrehung, Verf\u00e4lschung,<br\/>Verzerrung, Umdeutung, von wie Trostpfl\u00e4sterchen wirkenden Einsch\u00fcben von Wahrheit, die sofort wieder zur\u00fcckgenommen werden, von Richtigem, das erw\u00e4hnt und dann in seiner islamkontr\u00e4ren Bedeutung wieder nicht beachtet wird: all das zeigt, wie die Verfasser jegliche wissenschaftlichen, sowohl theologischen als auch religionskundlichen Standards und Inhalte<br\/>au\u00dfer Acht lassen. Ein Grund wird sein: Man will unbedingt \u201eDialog\u201c \u2013 aber nicht etwa, um in und mit ihm Zeugnis f\u00fcr den christlichen Glauben abzulegen, sondern um in der \u201eWeggemeinschaft\u201c mit Muslimen den islamisch-christlichen <strong>Einheits- bzw. Gemeinschafts<\/strong><strong>glauben<\/strong> zu entwickeln, der das eine Ziel dieses Weges ist (16). Einfach vorausgesetzt wird, dass Muslime dabei mitziehen. Ein weiterer Grund mag darin liegen: Glaube und Kirche verlieren (so anscheinend die Ansicht der Verfasser) zunehmend ihre Eigenst\u00e4ndigkeit, sie stehen bereits (ebenso wie der \u201eDialog\u201c)<strong> im Dienste politisch- gesellschaftlicher und ideologischer Vorgaben<\/strong> (5,10, 16, 43,48, 49, 51, 56, 61), die sie zu bef\u00f6rdern haben und dem\u00a0 Anschein nach bereitwillig f\u00f6rdern. Daf\u00fcr erscheinen die Dienste des Dialogs sinnvoll. Missionarische Ideen w\u00fcrden da nur st\u00f6ren, weil sie nicht \u2013 wie \u201eder Dialog\u201c \u2013 von Wahrheits- <strong>Findung<\/strong> im Gespr\u00e4ch ausgehen, sondern vom Angebot rettender Wahrheit <strong>an<\/strong> die Muslime. Diese Art von Dialog aber ist dem real existierenden Islam von seinen eigenen historisch-<br\/>geistig-kulturellen Pr\u00e4missen her verwehrt und insofern gar nicht m\u00f6glich. Um dieses Dilemma zu \u00fcberwinden, muss man sich einen <strong>Wunsch-Islam<\/strong> zurechtdenken und den christlichen Glauben diesem inhaltlich <strong>anpassen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">3. Schluss<\/h4>\n\n\n\n<p>Die Kritik an diesem Gespr\u00e4chspapier darf nicht verwechselt werden mit der Ablehnung jedes Dialogs mit Muslimen oder gar mit der Ablehnung muslimischer Menschen. Der BKB stimmt zu, wenn es im EOK-Papier auf S.14 hei\u00dft: <strong>\u201eWir haben durch Jesus Christus den Auftrag, unseren Glauben so zu bezeugen, dass auch andere in dieses Vertrauen auf Gott<\/strong><br\/><strong>hineinfinden k\u00f6nnen\u201c<\/strong>. Leider ist das EOK-Gespr\u00e4chspapier aufgrund seiner Inhalte nicht dazu geeignet, diese Zielsetzung zu verwirklichen. Es kann keine Grundlage sein f\u00fcr dialogisch- missionarisches Handeln, f\u00fcr ein echtes Christus-Zeugnis im Dialog.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Deshalb ist es f\u00fcr den unerl\u00e4sslichen christlich-islamischen Dialog die beste L\u00f6sung, dieses EOK-Papier zur\u00fcckzunehmen und ein v\u00f6llig neues zu verfassen.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><em><strong>In Erg\u00e4nzung und zur Erl\u00e4uterung der BKB-Position finden Sie hier einige aussagekr\u00e4ftige Zitate aus dem EOK-Papier,die der kritischen Diskussion bed\u00fcrfen:<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir haben gute theologische Gr\u00fcnde, auch Anderen Wahrheit zuzutrauen.\u201c (4).<br\/>\u201eDer Islam versteht sich grunds\u00e4tzlich in der Linie der biblischen Prophetie.\u201c (4).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie <strong>Konvergenzen in zentralen Punkten<\/strong> begr\u00fcnden eine besondere j\u00fcdisch-christlich- islamische Dreierbeziehung.\u201c (8).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEine wertvolle <strong>Grundlage<\/strong>\u201c, auf die sich \u201edas gemeinsame Gespr\u00e4ch und die Zusammenarbeit gr\u00fcndet, \u201efindet sich in der Erkenntnis gemeinsamer gesellschaftlicher Verantwortung.\u201c (10).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDieses positive Verst\u00e4ndnis religi\u00f6ser Verschiedenheit als solcher besteht nicht einfach nur in einer Wertsch\u00e4tzung dessen, was wir mit anderen gemeinsam haben. Im Blick auf den Islam bedeutet dies, dass <strong>die wahre Gotteserkenntnis des Islam nicht einfach nur dort gegeben ist, wo sie unseren Glaubens\u00fcberzeugungen entspricht, sondern sie kann gerade<\/strong><br\/><strong>auch in dem bestehen, was uns fremd ist und unseren eigenen Glaubens\u00fcberzeugungen widerspricht. ..Dieses \u201aAndere\u2018 wird durchaus auch vertiefende oder korrigierende Funktion annehmen k\u00f6nnen im Blick auf das \u201aEigene\u2018<\/strong>. In gelingender Weggemeinschaft sind mithin die Wandernden bereit und willens, sich gegenseitig Wahrheit zu g\u00f6nnen und sind alle Beteiligten wechselseitig Staunende und Lernende \u00fcber die Offenbarungssch\u00e4tze des bzw. der je Anderen.\u201c (13).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e <strong>Das Ziel<\/strong> eines m\u00f6glichen gemeinsamen Weges ist jedenfalls das gegenseitige Wertsch\u00e4tzen und <strong>Annehmen in einer\u2026\u2018vers\u00f6hnten Verschiedenheit\u2018<\/strong> <strong>zur Ehre des einen Gottes und zum Wohl der ganzen Welt.\u201c<\/strong> (16).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDer Koran wurde diskursiv offenbart; er ist das Resultat von Dialog, Debatte, Argumentation, Annahme und Zur\u00fcckweisung\u00ab (Mouhanad Khorchide). (19).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bb<strong>Wir verehren als Christen und Muslime den einen Gott<\/strong>, den wir als Christen als dreieinig bekennen und im Geheimnis der Dreieinigkeit verehren.\u00ab (22).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Aussage der christlichen Trinit\u00e4tslehre ist gewiss <strong>nicht numerisch<\/strong> zu verstehen.\u201c (24).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDer christliche Glaube darf und soll die Hochsch\u00e4tzung Jesu im Koran wahrnehmen und dar\u00fcber freudig staunen.\u00ab (27).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bb<strong>Jesus und Mohammed k\u00f6nnen in je eigener Weise als zeichenhafte Vergegenw\u00e4rtigung der Barmherzigkeit Gottes verstanden werden.\u00ab<\/strong> (28).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eEtliche zeitgen\u00f6ssische islamische Theologinnen und Theologen sehen durchaus <strong>die Gleichwertigkeit der Geschlechter im Koran begr\u00fcndet.\u201c (32).<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbF\u00fcr <strong>beide<\/strong> Religionen gibt es in den jeweiligen normativen Texten Z\u00fcge einer gewalthaltigen Theologie, die sich auf Gott beruft.\u00ab (36).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbWir verstehen unseren <strong>jeweiligen<\/strong> Glauben als Antwort auf den sich aussprechenden <strong>einen<\/strong> Gott, lassen uns im christlichen Glauben an den dreieinigen Gott dankbar erinnern an das unvergleichliche Einssein Gottes, staunen \u00fcber die Hochsch\u00e4tzung der Person Jesu im Koran.\u00ab (41).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWir bekennen freudig unseren christlichen Glauben und <strong>finden Gottes Spuren in der Glaubensgeschichte des Islam. Im dankbaren Wahrnehmen der Begegnungsgeschichte Gottes auch im Glauben der Muslime<\/strong> nehmen wir teil an der \u201aMission Gottes\u2018 unter seinen Menschen\u2026\u201c (41).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>\u201eDas Zugestehen-K\u00f6nnen von Wahrheit \u00fcber die eigene Glaubensgemeinschaft hinaus wird sich zu erweisen und zu bew\u00e4hren<\/strong> haben in den zentralen Lebensr\u00e4umen der Kirche und ihrer Gl\u00e4ubigen im Dialog mit Menschen muslimischen Glaubens: in <strong>Gottesdienst, Unterweisung, Seelsorge und Diakonie.\u201c<\/strong> (42).<\/p>\n\n\n\n<p>\u00bbDankbar erkennen wir <strong>im Glauben der Musliminnen und Muslime heilvolle Spuren<\/strong> <strong>Gottes.<\/strong>\u00ab (42).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Chance einer interreligi\u00f6sen Feier liegt darin, dass sie \u201eden Willen der Beteiligten zur <strong>Gemeinschaft<\/strong> zum Ausdruck bringt und \u00f6ffentlich darstellt.\u201c (45).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWo solche Fragen (zur gemeinsamen Gestaltung von Feiern, Anm. d. Verf.) mit der vollen Aufmerksamkeit und Sorgfalt aller Beteiligten im Blick bleiben, sollten weitere mutige Schritte (sic!) auf dem <strong>Weg zu gottesdienstlicher Gemeinschaft<\/strong> zwischen Christen und Christinnen, Musliminnen und Muslimen versucht werden.\u201c (46).<\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirchen \u201ehaben sich seit einigen Jahren f\u00fcr die M\u00f6glichkeit eines<br\/>Religionsunterrichtsangebots f\u00fcr Muslime und Aleviten ausgesprochen. Sie bef\u00fcrworten die Ausbildung von islamischen Religionslehrkr\u00e4ften an deutschen Hochschulen.\u201c (50).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAls evangelische Kirche setzen wir uns daf\u00fcr ein, dass muslimische Gemeinden <strong>w\u00fcrdevolle Moscheebauten<\/strong> errichten d\u00fcrfen, weil dies dem in der Verfassung garantierten Recht auf \u201aungest\u00f6rte\u2018 Religionsaus\u00fcbung\u2018 entspricht. Das schlie\u00dft die klassischen Bauelemente <strong>Minarett und Kuppel<\/strong> ein.\u201c (50f).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eWeder im Unterricht noch beim Feiern oder bei gemeinsamen Fortbildungen geht es darum, die Unterschiede zwischen den jeweiligen Religionen zu nivellieren, sondern vielmehr sich in der Verschiedenheit kennen und <strong>akzeptieren zu lernen<\/strong>.\u201c (51).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eAls religi\u00f6ses Symbol <strong>f\u00fcr die Zugeh\u00f6rigkeit zum Islam<\/strong> f\u00e4llt das Tragen des <strong>Kopftuchs<\/strong> unter die Religionsfreiheit und ist als individuelles Recht zu sch\u00fctzen.\u201c (58).<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDie Studie versteht das christlich-islamische Gespr\u00e4ch als kirchlichen Auftrag, der <strong>letztlich im Dienst unseres Gemeinwesens<\/strong> und einer gelingenden gemeinsamen Zukunft \u2026steht.\u201c (61).<\/p>\n\n\n\n<p>Die EOK-Studie \u201egeht aus von der biblisch gewonnenen \u00dcberzeugung, dass wir motiviert von unserer christlichen <strong>Glaubens\u00fcberzeugung uns an dem Glaubensweg der Muslime und Musliminnen freuen und ihnen freim\u00fctig Gottesn\u00e4he zugestehen d\u00fcrfen.\u201c<\/strong> (61).<\/p>\n\n\n\n<p>\/<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\">\u2022 Diese Resolution wurde in der BKB-Zusammenkunft in K\u00f6nigsbach-Stein am 24. Sept. 2018 einstimmig beschlossen.<\/h4>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Bekenntniskreis Baden:<\/p>\n\n\n\n<p>Horst Fix, K\u00f6nigsbach-Stein<\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Hans-Gerd Krabbe,\u00a0 Achern<\/p>\n\n\n\n<p>Rolf-Alexander Thieke, Uhldingen am Bodensee<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>>>PDF-Download Zur Information und Orientierung Eine Arbeitshilfe des BKB (vom 24. Sept. 2018) zum EOK-Gespr\u00e4chspapier: Christen und Muslime (1. Juli 2018) Viele werden weder Zeit noch Mu\u00dfe haben, den ganzen 63-seitigen Text \u201eChristen und Muslime. Gespr\u00e4chspapier zu einer theologischen Wegbestimmung der Evangelischen Landeskirche Baden\u201c zu lesen. 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