{"id":444,"date":"2019-08-07T19:14:27","date_gmt":"2019-08-07T19:14:27","guid":{"rendered":"http:\/\/bekenntnis.net\/?p=444"},"modified":"2019-08-08T19:57:53","modified_gmt":"2019-08-08T19:57:53","slug":"elis-kirche-hannas-kirche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=444","title":{"rendered":"Elis Kirche \u2013 Hannas Kirche"},"content":{"rendered":"\n<p style=\"text-align:left\">Erbauliche Betrachtungen in Zeiten des Abbaus von Pfr. Burkard Hotz<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/?page_id=235\">&gt;<\/a><a href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/Elis-Kirche-Hannas-Kirche__Juli-2019.pdf\">&gt; PDF-Download<\/a><\/h5>\n\n\n\n<p><em>Eine facettenreiche und hoch interessante Geschichte erz\u00e4hlt uns die Heilige Schrift am Beginn des 1. Samuelbuchs in den Kapiteln 1 &#8211; 4. Sie wird uns in ihrer Anschau- lichkeit zum prophetischen Gleichnis f\u00fcr die aktuelle Lage in den beiden gro\u00dfen Kir- chen Deutschlands, besonders aber in meiner Evangelischen Kirche. <\/em> <\/p>\n\n\n\n<p><strong>1)<\/strong> Samuel, das in langen Zeiten der Kinderlosigkeit so sehns\u00fcchtig erbetene Kind, wird von seiner Mutter Hanna \u2013 so wie sie es Gott in einem Gel\u00fcbde versprochen hat \u2013 schon als Kind zu dem alten Priester Eli ans Heiligtum in Silo gebracht zur priester- lich \u2013prophetischen Ausbildung. Dort am Heiligtum bew\u00e4ltigen das operative Priestergesch\u00e4ft bereits die S\u00f6hne von Eli, n\u00e4mlich Hofni und Pinhas, die in heiliger Sukzession allerdings in unheiliger Praxis ihrem Vater gefolgt sind. <strong>Eli ist nun \u00fcber die Ausbildung des jungen Samuel hinaus der Seniorpastor von Silo<\/strong>, der mit geistlicher Weisheit die Oberaufsicht am Heiligtum innehaben soll aber leider darin folgenschwer versagt.   <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Geschichte wird nun erstaunlicher Weise damit er\u00f6ffnet, das gesagt wird: <em><strong>\u201eUnd zu der Zeit, als der Knabe Samuel dem HERRN diente unter Eli, war des HERRN Wort selten und es gab kaum noch Offenbarung\u201c <\/strong><\/em>(1. Samuel 3, 1).  <\/p>\n\n\n\n<p>Das ist keine gute Nachricht f\u00fcr einen, der in das priesterlich-prophetische Leben vor und mit Gott eingewiesen und eingeweiht werden soll. Dabei m\u00fcssen wir uns das <strong>Schockierende dieser protokollarisch-n\u00fcchternen Beschreibung <\/strong>deutlich machen! Da gibt es ein ausgewiesenes g\u00f6ttlich best\u00e4tigtes Heiligtum, in dem der geistliche Schatz des Volkes Gottes aufbewahrt wird, die Bundeslade mit den Ge- botstafeln, das machtvolle Bundeszeichen vom Sinai mit der lebendigen Erinnerung und Vergegenw\u00e4rtigung der gro\u00dfen Taten Gottes, die das Volk zum lebendigen und dankbaren Gehorsam verpflichten. Da gibt es einen traditionsreichen und erfahrenen Priester mit seiner priesterlichen Familie. Da gibt es reiche Opfer, die dargebracht werden. Und da gibt es jetzt das Gel\u00fcbde einer frommen Mutter mit einem ernsthaf- ten Knaben, der f\u00fcr den priesterlichen Dienst am Heiligtum bestimmt ist und der mit ehrlichem Herzen Gott dem HERRN dienen will.  <\/p>\n\n\n\n<p>Dennoch hei\u00dft es mit bei\u00dfendem Realismus: <strong>Des HERRN Wort war selten und es gab kaum noch Offenbarung!<\/strong> Ist es nicht zum Verzweifeln!? Also der rituelle Be- trieb in Silo ist am Laufen und scheinbar intakt. Die Pilgerfahrten werden gemacht, die Gottesdienste werden gefeiert, die Opfer werden dargebracht, das professionelle theologische Personal ist da, und doch gibt es keine Offenbarung, gibt es kein Reden Gottes. Gottes Wort ist selten, es ist kaum noch zu vernehmen, es ist zur fremden ja unbekannten und damit nicht mehr h\u00f6rbaren Stimme geworden. Aber das alles be- k\u00fcmmert keinen, es gibt kein Erschrecken, der religi\u00f6s-routinierte Betrieb im Heiligtum l\u00e4uft! Der Himmel ist stumm und keiner der priesterlichen Profis merkt es, ja keinen bek\u00fcmmert es!  <\/p>\n\n\n\n<p>Es gibt kein Reden Gottes mehr, das die Menschen trifft, das sie anr\u00fchrt und zur Bu\u00dfe ruft, das ihr Leben ver\u00e4ndert und neu auf den lebendigen Gott und Sein Wort ausrichtet, und in Silo vermissen sie nichts! Ihr Leben l\u00e4uft doch, die Einnahmen auch, und Gottes Wort ist nicht sehr interessant. Man braucht Sein Gebot nicht mehr. Die Gro\u00dfen Taten Gottes sind vergessen und sie rufen bei m\u00f6glicher Erw\u00e4hnung nur gelangweiltes Schulterzucken hervor: ach, was soll dieser alte Kram!?<strong> So verl\u00e4uft, ja verirrt sich mitten im Heiligtum, mitten in Elis Kirche, die Geschichte der Treue Gottes in Bedeutungs \u2013 und Ahnungslosigkeit. <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><strong>2)<\/strong> Wir schauen also auf einen religi\u00f6sen Betrieb am Heiligtum in Silo, der im Zentrum  einer wachsenden geistlichen W\u00fcste der Gottesferne abgefeiert wird. Und genau da- ran hat man sich als Selbstverst\u00e4ndlichkeit gew\u00f6hnt. Die Gottesdienste werden zwar noch in bunten Liturgien und Paraden zelebriert aber inmitten einer generellen Be -ziehungsarmut und wachsenden Distanz zu Gott, <strong>die gerade durch diese Gottes- dienste noch gr\u00f6\u00dfer wird<\/strong>; Gottesdienste, die ohne heilige Hingabe, ohne inneres Feuer, ohne Bereitschaft zur Umkehr, ohne Erwartung auf Gottes lebendige Gegen- wart ablaufen. Ja es gibt eine kirchliche  Betriebsamkeit, die gegen Gottes Wort und Seine Offenbarungen immunisiert. Ja es gibt Gottesdienste, die in ihrer ideologischen Selbstverliebtheit die Menschen gegen Gott und Sein Reden verschlie\u00dfen. Ja es gibt eine religi\u00f6se Betriebsamkeit, in der sich der moralische Mensch mit fraglosem Selbstbewusstsein an Gottes Stelle setzt und sich selber zelebriert. <strong>Wie grotesk und verdreht, da w\u00fcrde man ja besser keine Gottesdienste feiern!<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Heiligtum in Silo, das in geistlicher Leere, in institutioneller \u00dcberheblichkeit und in religi\u00f6ser Selbstverliebtheit sich selbst pr\u00e4sentiert, das wird uns zu <strong>Elis Kirche. <\/strong>Sie ist gefangen und verstockt in ihrer Abwehr gegen den Lebendigen Gott. Sie schiebt ganz bewusst als Kirche das Gebot Gottes in selbstverst\u00e4ndlicher und routinierter Professionalit\u00e4t in den von ihr relativierten Hintergrund. Sie h\u00e4lt zwar noch die Fassade der christlichen Kirche aufrecht, pr\u00e4sentiert aber faktisch sich selbst und ihre selbst gebastelten Glaubens- und Lebensdeutungen im \u00f6ffentlichen Schaufenster und im Einklang mit der Gesellschaft.  <\/p>\n\n\n\n<p>Diese Kirche \u2013 nimmt man sie n\u00e4her wahr, erscheint sie als institutionelle Blase langweiliger Gesch\u00e4ftigkeit \u2013 <strong>hat schon lange die lebendige und lebensver\u00e4ndernde Beziehung zur Heiligen Schrift gekappt<\/strong>. Denn Gottes Wort wird von dieser Kirche selbst entm\u00e4chtigt und herabgestuft in die Unverbindlichkeit einer religi\u00f6sen Meinung unter vielen. Nein, Gottes Wort, das scharf ist wie ein zweischneidiges Schwert, das das reinigende Feuer des Heiligen Geistes entfacht, das im Herzen der Menschen die Schlacke der S\u00fcnde aus dem Gold der Liebe herausl\u00f6st; nein, Gottes Wort, Grundlage f\u00fcr Glauben und Leben der Christen und der Kirche; <strong>nein, Gottes Wort, <\/strong> <strong>das wir zu h\u00f6ren und dem wir im Leben und im Sterben zu vertrauen und zu ge- horchen haben<\/strong>, kommt in der selbstverliebten kirchlichen Gesch\u00e4ftigkeit schon l\u00e4nger nicht mehr vor. Es w\u00e4re auch nur ein \u00e4rgerlicher St\u00f6rfaktor. Diese von der g\u00f6ttlichen Wahrheit los gel\u00f6ste und mit intensiver Propaganda sich selbst repr\u00e4sen- tierende und empfehlende Kirche, dasist<strong> Elis Kirche. <\/strong>Und wahrhaftig: Hier ist Gottes Wort selten geworden und es gibt kaum noch g\u00f6ttliche Offenbarungen.   <\/p>\n\n\n\n<p><strong>3)<\/strong> Zum Verst\u00e4ndnis von Elis Kirche geh\u00f6rt allerdings wesentlich auch der Blick auf das hauptamtliche pastorale Personal. Von ihm hei\u00dft es: <em><strong>Doch die S\u00f6hne Elis fragten nichts nach dem HERRN noch danach, was dem Priester zust\u00e4nde vom Volk<\/strong><\/em> (1. Samuel 2, 12+13)<strong>. <\/strong>Wieder f\u00e4llt der neutral-distanzierte Protokollstil auf, in dem dieses katastrophale Verhalten des hauptamtlichen pastoralen Personals berichtet wird und damit der unaufhaltsame Verfall des Heiligtums.  <\/p>\n\n\n\n<p>O, Elis S\u00f6hne haben ihre eigene priesterlich-pastorale Agenda, f\u00fcr die sie in der Tat den HERRN weder fragen m\u00fcssen noch brauchen! Ihre priesterliche Agenda ist kon- sequent auf ihre eigenen Interessen zugeschnitten. Hei\u00dft es im Johannesevangeli- um (3, 30) von der Qualit\u00e4t der Beziehung des Johannes des T\u00e4ufers zu Jesus:<em><strong>Ich muss abnehmen, ER aber muss zunehmen<\/strong><\/em>, so ist die priesterliche Agenda der Eli-Kirche gerade umgekehrt: <strong>Wir m\u00fcssen zunehmen, ER aber darf ruhig abnehmen,<\/strong> denn wo Jesus im Mittelpunkt steht, gibt es doch nur Probleme, z.B. im interreligi\u00f6- sen Dialog. Da halten wir uns lieber an den neutralisierten und allseits anschlussf\u00e4hi- gen \u201aguten Gott\u2018. Jesus darf man getrost zum Propheten herunterstufen. \u00dcberhaupt ist in Elis Kirche der kirchlich-religi\u00f6se \u00dcberbau nur insofern von Bedeutung, dass er institutionell die eigene priesterlich-pastorale Agenda absichert. Wo sich aber geist- liche Leiter erst einmal ihren eigenen Interessen ausgeliefert haben, verlieren sie jede Vollmacht, jedes g\u00f6ttliche Mandat und werden beliebig steuer- und instrumentalisierbar.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>4)<\/strong> Das wird passgenau anschaulich im Umgang der beiden Priester Hofni und Pinhas mit der Bundeslade. Als dem Volk im Kampf gegen die Philister das Wasser bis zum Halse steht, haben die politischen F\u00fchrer und das Volk pl\u00f6tzlich den grandiosen Einfall,<strong> dass die Bundeslade ins Heerlager geholt werden muss<\/strong>; denn jetzt wird heiliger Beistand zur Vermeidung der Niederlage unbedingt gebraucht.  Man eilt also nach Silo und holt ohne Hemmungen die <em><strong>Lade des Bundes des HERRN Zebaoth, der \u00fcber den Cherubim thront<\/strong><\/em>(1. Samuel 4, 4)<strong>,<\/strong> aus dem Heiligtum bringt sie rasch und mit gro\u00dfem Get\u00f6se, sodass sogar die Erde erdr\u00f6hnt, ins Heerlager Israels. Donnerwetter, was die Kirche Elis an \u00f6ffentlich anerkanntem Spektakel doch noch hinkriegt! Jetzt muss der gerechte Sieg \u00fcber die Philister auf jeden Fall gelingen, ja die Kirche Elis garantiert in aller \u00d6ffentlichkeit den g\u00f6ttlichen Beistand der guten Sache! Und zugleich erf\u00e4hrt diese Kirche eine atemberaubende gesellschaftliche Aufwertung, wo sie doch ihr Allerheiligstes dem Heerlager des ideologischen Kampfes hemmungslos zur Verf\u00fcgung stellt. Dabei w\u00e4re es fraglos die heilige Pflicht der  Priester Hofni und Pinhas und nat\u00fcrlich auch Elis gewesen, <strong>diesem gewaltsa- men Missbrauch der Heiligkeit Gottes zu widerstehen<\/strong>, sie h\u00e4tten das Heiligtum des HERRN gegen den politisch-milit\u00e4rischen Zugriff des ideologischen Mainstreams verteidigen m\u00fcssen. Doch diese unheiligen Pastoren waren \u2013 weil ohne jede geistli- che Vollmacht \u2013 Figuren ohne Widerspruch und Widerstand, ja noch mehr, sie wa- ren dienstbeflissene Erf\u00fcllungsgehilfen dieser v\u00f6llig durchsichtigen <strong>die Ehre und Heiligkeit Gottes missachtenden Instrumentalisierung des Heiligsten der Kir- che, des Wortes Gottes und Seiner Gebote! <\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Nun kommt es, wie es kommen muss, denn der HERR mag es nicht und macht nicht mit, wenn wir IHN strategisch in unsere Interessen einbauen: <strong>Israel wird vernich- tend geschlagen,<\/strong> die Lade Gottes wird zur Beute der Philister, die Kirchenleitung mit ihren Chef-Feldpredigern Hofni und Pinhas kommt um, und der alte Seniorpastor Eli, der in seiner Schw\u00e4che seine S\u00f6hne nicht vom Missbrauch des Priesteramts abhalten konnte, obwohl er von ihrem sch\u00e4ndlichen Verhalten wusste, st\u00fcrzt vom Stuhl, als er diese schlimmen Nachrichten erf\u00e4hrt, und bricht sich das Knick. <strong>Das ist vom \u00e4u\u00dferen Anblick her das furchtbar spektakul\u00e4re und von der inneren geistlichen Logik her gesehen das erschreckend banale Ende der Kirche Elis: Absturz &#8211; Knickbruch!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>5)<\/strong>\n\nSie ist  untergegangen an ihrer arroganten Unwilligkeit auf Gottes Wort zu h\u00f6ren und wo sie das H\u00f6ren nicht vermeiden konnte an ihrer selbstverliebten Weigerung die- sem Wort Gottes gehorsam zu sein. Sie ist untergegangen an ihrer penetranten Wei- gerung, die ausdauernde Warnung des Heiligen Geistes ernst zu nehmen: <em><strong>Heute, wenn ihr Seine Stimme h\u00f6ren werdet, so verstocket eure Herzen nicht <\/strong><\/em>(Hebr\u00e4er 3, 7+8)  Sie ist untergegangen an ihrer gesellschaftlichen Anpassung und an der poli- tischen Instrumentalisierung ihrer Botschaft, durch den Ausverkauf, ja den Verrat des Heiligen an den gesellschaftlichen Mainstream. Gott hat an Elis Kirche Sein Gericht vollzogen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihr spektakul\u00e4r-banaler Untergang ist das <strong>aktuelle Menetekel<\/strong> f\u00fcr die beiden gro\u00dfen Kirchen in Deutschland. Denn auch sie bringen ihr Allerheiligstes in biederer Hemmungslosigkeit ins gesellschaftliche Heerlager <strong>und propagieren als religi\u00f6se Ramschware das Narrativ der Weltenrettung durch die Guten.<\/strong> So stehen sie im politisch-ideologischen Kampf auf der richtigen Seite: Auf der Seite des Lichtes im Kampf gegen die Finsternis, am liebsten nat\u00fcrlich die Finsternis von Rechts. In dieser ideologischen Instrumentalisierung des Evangeliums, die zur politischen Aufladung und damit zur geistlichen Entleerung der kirchlichen Verk\u00fcndigung f\u00fchrt, erfahrenen die beiden gro\u00dfen Kirchen das bebende Get\u00f6se der gesellschaftlich-medialen Wertsch\u00e4tzung und damit das <strong>kurze Heil des eigenen \u00dcberlebens.<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Doch diese Rechnung wird nicht aufgehen. Eine Kirche, die dem Evangelium die Kraft der Wahrheit raubt, weil sie <strong>\u201edie Gestalt ihrer Botschaft und ihrer Ordnung ihrem Belieben oder dem Wechsel der jeweils herrschenden weltanschaulichen und politischen \u00dcberzeugungen \u00fcberl\u00e4sst\u201c<\/strong> (Barmer Bekenntnis, These 3), ver- dirbt sich selbst und verliert jede geistliche Vollmacht. Die angepasste und gesell- schaftskonform gehaltene Kirche Elis, die ihre eigene Offenbarungs- und Vollmachts- losigkeit zur Normalit\u00e4t erkl\u00e4rt, ja fast noch stolz darauf ist, weil sie dann leichter in eigener Regie schalten und walten kann, <strong>wird gerade von denen vom Hof gejagt werden, um deren Anerkennung sie so eifrig buhlt; <\/strong>auch wenn sie in eilfertiger Unterw\u00fcrfigkeit alles, was sie hat, in deren Heerlager des politisch-ideologischen Kampfes tr\u00e4gt.  <\/p>\n\n\n\n<p>Das ist tragisch, tragisch wie der Sturz des alten und schweren Eli, der im t\u00f6dlichen Knickbruch endet, zwar g\u00e4nzlich folgerichtig aber dennoch tragisch. Denn Eli ist ein geistlicher Leiter, der noch um seine g\u00f6ttliche Berufung wei\u00df, aber der zu schwach ist und  zu angepasst, zu \u00e4ngstlich und zu hoffnungslos, um sie in lebendigem und mutigem und eben auch widerst\u00e4ndigem Gottvertrauen zu leben. <strong>Er scheitert, nicht zuletzt an seinen S\u00f6hnen \u2013 also an der n\u00e4chsten sich radikalisierenden Gene- ration \u2013 und st\u00fcrzt das ganze Heiligtum in den Niedergang.<\/strong>   <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Kirchen haben starke journalistische F\u00e4higkeiten entwickelt, diese eigene Zu- kunftslosigkeit zu verharmlosen, umzudeuten und keck zur Normalit\u00e4t zu erkl\u00e4ren. So hei\u00dft es locker unter der \u00dcberschrift: \u201eWelche Zukunft hat das Christentum? Die Kirchen verlieren ihre Mitglieder, wie es scheint immer rasanter\u201c. Und nun kommt die gebetsm\u00fchlenhafte und abgebr\u00fchte pastoral-professionelle Beruhigung: \u201eDoch das ist kein Grund f\u00fcr Panik\u201c (Chrismon 7 \/ 2019). Mit den Worten einer bekannten Klima- aktivisten dagegen rufe ich: <strong>Ich m\u00f6chte, dass ihr, ja dass wir Panik bekommen, dass wir wirklich erschrecken!<\/strong> Das ist nichts zum Aussitzen! Denn hier treten nicht einfach Leute aus der Kirche aus.  <strong>Nein, was hier geschieht, das ist das sichtbare Gericht Gottes \u00fcber den Ungehorsam und den politischen G\u00f6tzendienst Seiner verstockten und hochm\u00fctigen Kirche.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>6)<\/strong> Aber es gibt in der Heiligen Schrift am Beginn des 1. Samuelbuches noch eine zweite ganz andere Kirche zu entdecken. Sie teilt zwar mit der Kirche Elis das Heiligtum von Silo, doch sie scheint wie verborgen unter der institutionell tonangebenden und zu- gleich rasant verfallenden Kirche, die wie gesagt die wahren Dimensionen und Ursa- chen ihres Verfalls propagandistisch-professionell wegrationalisiert.  Diese andere Entdeckung ist markiert durch Hanna und danach durch ihren Sohn Samuel. Wir nennen sie darum die <strong>Kirche Hannas und Samuels<\/strong>. <strong>Sie ist der verhei\u00dfungsvolle Bote des neuen Lichts.<\/strong> Wie der Morgenstern k\u00fcndet sie hoffnungsvoll den nahen- den Tag mitten in der Nacht des Untergangs der Kirche Elis.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Diese Kirche Hannas erw\u00e4chst erstaunlicher Weise aus der schmerzhaften Erfahrung des ausbleibenden Segens und der eigenen Unfruchtbarkeit. <\/strong>Genau diese Erfahrung ist es, die Hanna zur <em><strong>\u201abetr\u00fcbten Frau\u2018<\/strong><\/em> (1. Samuel 1, 15) macht, weil sie den ausbleibenden Segen nicht einfach akzeptiert. Ganz anders als Elis Kirche, die sich mit ihrem eigenen Verfall arrangiert, schlie\u00dft sie keinen Frieden mit der eige- nen Unfruchtbarkeit und Segenslosigkeit, sie arrangiert sich nicht mit dem Verlust der Zukunft. Ganz anders als die medialen Funktion\u00e4re der Kirche Elis redet sie ihre Not nicht sch\u00f6n, sie deutet sie nicht um, so als w\u00e4re sie normal. Hanna leidet, sie akzep- tiert nicht ihre Zukunftslosigkeit, nein, sie geht mit ihrem ganzen Kummer, mit ihrem Schmerz<strong> ins Gebet. Sie wirft ihr bek\u00fcmmertes Herz Gott entgegen<\/strong>. Sie geht zum Heiligtum nach Silo. Sie sucht in ihrem Schmerz \u00fcber ihre Unfruchtbarkeit und in der Not \u00fcber den ausbleibenden Segen in ihrem Leben die Gegenwart, die Heiligkeit und die Barmherzigkeit Gottes.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Hannas Leid wird ihr so zum Antrieb, sich ganz und hemmungslos dem heili- gen Gott anzuvertrauen. <\/strong>Sie ist eine von Herzen betr\u00fcbte Frau, <strong>sie betet<\/strong> zum HERRN und weint sehr. Wie bewegend ist es doch zu sehen, dass sich Hanna nicht mit ihrer Segens- und Zukunftslosigkeit abfindet und eben schulterzuckend den toten religi\u00f6sen Betrieb in Silo mitmacht: Es ist halt so. Nein,<strong> Hanna nimmt das Heiligtum als Ort der Gegenwart und der Hilfe Gottes ernst<\/strong>, viel ernster als das hauptamtli- che pastorale Personal. Sie erwartet etwas, ja nicht nur etwas, sie erwartet alles von Gott. Sie betet lange und intensiv und erbittet Sein heiliges Eingreifen. <em><strong>Sie liegt vor dem HERRN mit ihrem Gebet und vertraut nicht auf ihre eigene Gerechtigkeit sondern auf Gottes gro\u00dfe Barmherzigkeit<\/strong><\/em>(nach Daniel 9, 18). Und so legt sie vor Gott das Gel\u00fcbde ab, wenn ER ihre Unfruchtbarkeit beendet, dann wird sie ihr Kind, das der HERR ihr schenkt, IHM wiederum in besonderer Weise zur Verf\u00fcgung stellen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>7) <\/strong>Hanna betet am selben Heiligtum wie die Kirche Elis \u2013 also mitten in einer Religion des Verfalls, die sich zwar noch pomp\u00f6s darstellt und in der der kirchliche Betrieb die Aufl\u00f6sung kaschiert \u2013 <strong>doch sie erlebt<\/strong> <strong>den g\u00f6ttlichen Umkehrschub des echten Glaubens<\/strong>! Hanna lebt das vom <strong>Heiligen Geist geschenkte Vertrauen der wahren Kirche,<\/strong> die sich in ihrer Not des ausbleibenden Segens und der offensichtlichen eigenen Unfruchtbarkeit ganz Jesus Christus anvertraut, Sein Wort ernst nimmt und Seinem einladenden Heilands-Ruf (Matth\u00e4us 11, 28 und 1. Mose 12, 1 \u2013 3) mit ehrlichem und dankbarem Herzen gehorsam ist: <em><strong>Kommt her zu MIR alle, die ihr m\u00fchselig und beladen seid, alle, die ihr unfruchtbar und  ohne Segen seid, ICH will euch erquicken, ICH will euch fruchtbar machen und ICH will euch segnen und f\u00fcr viele zum Segen setzen\u201c.<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Das ist die Kirche der Hanna<\/strong>, die Niedergang als tiefen Schmerz und als existenzi- elle Not empfindet, <strong>denn es ist doch immer noch die Kirche des HERRN,<\/strong> die hier vor die Hunde geht. Es ist doch Seine Kirche. Ihr hat ER Sein Wort und Sein Sakra- ment anvertraut. Sie tr\u00e4gt Seine Namen, Seine Signatur in die Welt. \u201e<em><strong>Sie ist das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen\u201c? <\/strong><\/em>(Matth\u00e4us 5, 13)Sie ist das Rettungsboot, das die Verlorenen sammelt. Wie kann es sein, dass das Rettungsbott niemand mehr rettet, weil es selber untergeht!? Dieser Schmerz \u00fcber den Niedergang und Untergang der Kirche, der nicht durch kluge sozi- ologische und abgehobene theologische Analysen zugekleistert und sch\u00f6n geredet wird, sondern der wirklich <strong>durchlitten wird, der als Gericht des HERRN \u00fcber seine treulose und ungehorsame Kirche wahrgenommen und anerkannt wird,<\/strong> dieser Schmerz treibt die Kirche der Hanna in die Arme des Lebendigen Gottes. So betet sie mit den Worten (nach Daniel 9, 4ff) der Schrift: <strong>\u201e<\/strong><em><strong>Wir haben ges\u00fcndigt, wir haben Unrecht getan, wir sind gottlos gewesen und abtr\u00fcnnig geworden; wir sind von Deinen Geboten und Rechten abgewichen, darum trifft uns auch Dein Gericht.\u201c<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Die Kirche der Hanna ist eine in ihrem Schmerz betende, sich zu Gott hin austrek- kende Kirche. Ja im Gebet folgt sie dem <strong>Ruf Jesu in die Nachfolge<\/strong>, auch wenn hier erst der Schmerz \u00fcber die S\u00fcnde richtig zum Vorschein kommt. Indem sie betet ist sie eine vom Herzen her gehorsame Kirche. <strong>Im Gehorsam erkennt sie die Wahr- heit. Aus dem Zweispalt des Gewissens und der S\u00fcnde trifft sie der Ruf Jesu zur Einfalt des Gehorsams <\/strong>(nach Bonhoeffer, Nachfolge, DBW 4, S. 67 + S. 84ff)<strong>.<\/strong> Dieser Wahrheit der Gnade Gottes wirft sich die Kirche Hannas hemmungslos in die Arme und zugleich sagt sie ja zur Wahrheit des Gerichtes Gottes \u00fcber das eigene Haus. <strong>Sie distanziert sich nicht <\/strong>vom Ungehorsam und der Treulosigkeit der Kirche Elis, ja sie stellt sich bewusst unter dieses Gericht. Sie nimmt es an. Was die Kirche Elis verweigert, weil sie es ablehnt, sich als S\u00fcnderin zu erkennen, das tr\u00e4gt die Kir- che Hannas, <strong>sie tr\u00e4gt es in Jesu Namen und in Seiner Nachfolge<\/strong>.   <\/p>\n\n\n\n<p>Aber genau hier geschieht besagter <strong>Umkehrschub.<\/strong> Wo die Kirche Elis in die Trost- losigkeit des Untergangs, in die Kultur des Todes und folgerichtig in den t\u00f6dlichen Knickbruch hinein l\u00e4uft, denn sie bleibt als ungehorsame in der Unwahrheit, da erlebt die dem\u00fctige Kirche der Hanna das Wunder des neuen Lebens, den Sieg \u00fcber Un- fruchtbarkeit und Tod <strong>im Geheimnis der Bu\u00dfe und des Gehorsams.<\/strong> Das <strong>Leben lockt und die Zukunft lacht<\/strong>: Hanna wird schwanger, Samuel wird geboren und Hanna erf\u00fcllt ihr Gel\u00fcbde.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir halten fest: <strong>Die Kirche der Hanna ist eine betende Kirche<\/strong>, die sich in ihrem Schmerz nach Gottes Gnade ausstreckt und die sich in ihrer Unfruchtbarkeit <strong>IHM in die Arme wirft.<\/strong> Und sie ist in ihrer Dankbarkeit und Freude eine <strong>starke und voll- m\u00e4chtige Beterin im Lobpreis, <\/strong>die sich mit ganzem Herzendem Gott Israels und gemeinsam mit Maria im Lobpreis dem Vater unseres HERRN Jesus entgegen- streckt:<em><strong>\u201eMeine Seele erhebt den HERRN, Mein Herz ist fr\u00f6hlich und mein Haupt ist erh\u00f6ht in dem HERRN, denn der Bogen der Starken ist zerbrochen und die<\/strong><\/em> <em><strong>Schwachen sind umg\u00fcrtet mit St\u00e4rke\u201c<\/strong><\/em>(1. Samuel 2, 1+4 und Lukas 1, 46ff). Hannas Kirche ist eine in der Treue zu dem Dreieinigen Gott betende Kirche.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>8)<\/strong> Doch wir werfen noch einen wichtigen Blick auf <strong>Samuel, Hannas Sohn (<\/strong>1. Samuel Kap. 3), der jetzt beim alten Seniorpastor Eli in der Lehre ist. <strong>Hier setzt sich nun die Segens-Linie der Hanna fort<\/strong>, die bei Eli und seiner Kirche dagegen zu einer Linie des Fluches wird, denn mit Samuel ver\u00e4ndert sich Lage am Heiligtum grundlegend. War bis jetzt das Wort des HERRN selten und gab es kaum noch Offenbarung, eben weil die Priester verstockt und das Volk verf\u00fchrt sind, so geschieht von nun an Neues:<strong> Der HERR ist nicht stumm, nein ER redet,<\/strong> weil ER die vertrauensvolle Beziehung zu uns will und auf offene Herzen wartet. <strong>Der HERR ruft. Sogar viermal in einer Nacht.<\/strong> Dreimal verstehen es Eli und Samuel falsch, noch sind sie gefangen von der bisherigen Erfahrung, dass es kaum noch Offenbarung gibt: Samuel h\u00f6rt Gottes Rufen und meint es w\u00e4re Eli, der nebenan schl\u00e4ft. Und Eli meint, Samuel habe nur getr\u00e4umt. Sie sind beide gefangen, ganz besonders nat\u00fcrlich der erfahrene Seniorpastor Eli, in ihren falschen gottlosen Deutungen. Doch nach dem dritten Mal zerbricht die Blockade der Taubheit. Eli findet zu geistlicher  Einsicht. (1. Samuel 3, 8 ff) und er weist den Knaben ein und sagt ihm: Geh wieder hin und lege dich schlafen und wenn du wieder gerufen wirst, so sprich: Rede, HERR, denn Dein Knecht h\u00f6rt.  Als nun der HERR den Samuel erneut ruft, <strong>ist Samuel gehorsam und stellt sich bedingungslos diesem Ruf Gottes: <\/strong><em><strong>Rede HERR, denn dein Knecht h\u00f6rt!<\/strong><\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Gott redet mit Samuel und offenbart Sein kommendes Gericht \u00fcber die Kirche Elis. <em><strong>\u201eICH will Elis Haus endg\u00fcltig richten um der Schuld willen, dass Eli um die Schandtaten seiner S\u00f6hne wu\u00dfte und ihnen nicht gewehrt hat\u201c <\/strong><\/em>(1. Samuel 3, 13).Es ist ein wirklich hartes Wort, das der junge Samuel als erste g\u00f6ttliche Offen- barung h\u00f6ren muss. Er hat sich das sicher anders gew\u00fcnscht, denn er h\u00f6rt ja das definitive g\u00f6ttliche Gerichtswort \u00fcber seinen \u201aChef\u2018 und seine priesterlich-pastorale Familie! Es ist ja recht verstanden <strong>ein zweifaches Gerichtswort \u00fcber die  Kirchen- leitung<\/strong>, die zum einen mit Hofni und Pinhas das Heiligtum den eigenen Interessen unterordnet und damit bewusst zerst\u00f6rt und die zum anderen mit dem erfahrenen Seniorpastor Eli nichts gegen die Zerst\u00f6rung des Heiligtums tut, obwohl sie es genau sieht!  <\/p>\n\n\n\n<p>Samuel, der gerade beginnt dem HERRN zu dienen, stellt sich nicht nur dem g\u00f6ttli- chen Ruf, h\u00f6rt und ertr\u00e4gt nicht nur, was der HERR ihm sagt, das allein ist ja schon gewaltig, nein er gibt es auch \u2013 gewiss mit Furcht und Zittern \u2013 <strong>wahrheitsgem\u00e4\u00df und ungesch\u00f6nt an Eli <\/strong>weiter, der nat\u00fcrlich h\u00f6ren und wissen will, was der HERR in der Nacht zu seinem Sch\u00fcler Samuel gesagt hat.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>9)<\/strong> Wir halten fest: Die Kirche Hannas und Samuels ist nicht nur die in ehrlicher Klage, in dem\u00fctiger Bu\u00dfe und im freudigen Lobpreis betende, sich Gott in die Arme werfende Kirche. <strong>Sie ist auch die auf Gottes Wort h\u00f6rende Kirche;<\/strong> und sie ist die Kirche, die wahrheitsgem\u00e4\u00df also ohne Hinzuf\u00fcgung und ohne Weglassung <strong>vor aller Welt das Wort bezeugt, das der HERR ihr sagt<\/strong>, ganz gleich, ob es ihr angenehm ist oder nicht  und ob es die Menschen, die es h\u00f6ren, erfreut oder emp\u00f6rt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir halten fest: <strong>Die Kirche Hannas stellt sich in Jesu Namen dem\u00fctig unter das Gericht Gottes<\/strong> an ihr selbst und an der Kirche Elis, dem sich diese aber hochm\u00fctig verweigert. Und indem Hannas Kirche dies tut, erlebt sie die Gnade, dass sie der HERR wie durchs Feuer durch <strong>dieses Gericht hindurch einer neuen Zukunft, einer neuen Freiheit und einem neuen Segen<\/strong>  entgegenf\u00fchrt.      <\/p>\n\n\n\n<p>Wir halten fest: Die Kirche Hannas und Samuels lebt im Gehorsam die Treue zu dem Wort des Heilands ihre durch den Heiligen Geist erneuerte Berufung, so wie es Je- sus selbst sagt: <em><strong>Wenn ihr bleiben werdet an Meinem Wort, so seid ihr wahrhaf- tig Meine Kirche. Und weil Ihr gegen allen menschlichen und kirchlichen Opportunismus Meinem Wort gehorsam seid auch bei Ablehnung und Anfein- dung, so erkennt ihr die Wahrheit, und sie ist es, die euch frei macht<\/strong><\/em> (nach Joh. 8, 31 + 32).Zu dieser Freiheit geh\u00f6rt dann auch die konsequente Bereitschaft, sich immer wieder Schritt f\u00fcr Schritt vom falschen Geist der der Eli Kirche unabh\u00e4ngig zu machen und missionarische Wege der Erneuerung zu gehen. Doch wahrscheinlich wird vorher schon die Eli Kirche von sich aus versuchen, die Hanna und Samuel Kirche aus ihrem Haus und ihren eigenen Reihen zu vertreiben. Dennoch wird die Kirche Hannas nicht aufh\u00f6ren, f\u00fcr die Kirche Elis zu beten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>10)<\/strong> So wie Mose am Ende seines Lebens seinem Volk Leben und Tod, Segen und Fluch vorlegt (5. Mose 30), <strong>damit sie das Leben w\u00e4hlen<\/strong>, indem sie Gott die Treue halten und Sein Wort h\u00f6ren und tun, so sind auch wir heute aufgefordert das Leben zu w\u00e4h- len und nicht den Tod. <strong>Elis Kirche verliert das Heiligtum,<\/strong> <strong>weil sie Gottes Wort verloren hat<\/strong>. Dies f\u00fchrt zum trostlosen Knickbruch des Untergangs, und so bringt die Kirche Elis den Tod, den sie schon seit \u00fcber vier Jahrzehnten durch eine Kultur des Todes bef\u00f6rdert. Diese Kultur des Todes ist an vielen Stellen in unserer evange- lischen Kirche offen und sichtbar zerst\u00f6rerisch am Werk.  <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Allein Hannas und Samuels Kirche mit ihrem einf\u00e4ltigen und vertrauensvollen Gehorsam zur Heiligen Schrift und damit zum HERRN der Kirche bringt das Leben und er\u00f6ffnet Zukunft.<\/strong> \u201eEs gibt auch heute die heilige Kirche, die unzerst\u00f6r- bar ist. Es gibt auch heute dem\u00fctig glaubende, leidende und liebende Menschen, in den der wirkliche Gott, der liebende Gott sich uns zeigt. <strong>Gott hat auch heute seine Zeugen \u2013 seine \u201amartyres\u2018 \u2013 in der Welt.\u201c<\/strong> (Aus dem Text von Papst em. Benedikt zum Missbrauch in der Kath. Kirche, April 2019) F\u00fcr diese Kirche entscheidet euch, w\u00e4hlt Hoffnung und Zukunft! Habt den Mut, in dieser Kirche der Hanna und des Samuel eure Nachfolge zu leben auch mitten in der Kirche Elis. Das wird zu Konflikten f\u00fchren. Doch seid zuversichtlich und gewiss, gerade hier ist Jesus, der HERR der Kirche, durch Seinen Geist euch besonders nahe und lehrt euch die richtigen Entscheidungen und segnet die notwendigen Scheidungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Darum\nKirche der Hanna und des Samuel, sei erkennbar <\/strong>\n<\/p>\n\n\n\n<ul><li>an der unverw\u00fcstlichen Freude an Gottes Wort, es zu h\u00f6ren und es zu tun und nat\u00fcrlich diese Freude mit anderen zu teilen,   <\/li><li>an der robusten Treue im Gebet, der ersten Antwort auf Sein Wort; und am Mut zu alldem Nein zu sagen, was dem Wort Gottes widerspricht.  <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Sei\ndaran erkennbar<\/strong>,\n\n<\/p>\n\n\n\n<ul><li> dass Jesus Christus dein HERR ist, der dir konkurrenzlos wichtig ist und f\u00fcr den du als Sein Zeuge auch bereit bist, einen hohen Preis zu zahlen.  <\/li><\/ul>\n\n\n\n<ul><li>Dass Du in liebevoller Treue an der Seite Israels stehst, damit zusammenw\u00e4chst, was zusammen geh\u00f6rt. <\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Und wenn dich Angst bef\u00e4llt<\/strong>, dass die Welt, die Gott ablehnt und Jesus bek\u00e4mpft doch st\u00e4rker ist, und du mit der hochm\u00fctigen und doch innerlich so kraftlosen Kirche Elis in Niedergang und Gericht verschlungen wirst, dann schaue  auf die <strong>beiden auf- gerichteten Banner <\/strong>der Kirche Hannas und Samuels. Das eine Banner ruft dir die Glaubensparole zu:<strong> \u201eHalte dich in jeder Not felsenfest daran: Mein Vater hilft mir. ER tr\u00e4gt mich durch\u201c  <\/strong>(Mutter Basileia, Die Leuchtkraft des Kreuzes, S. 40ff, Marienschwesternschaft, Darmstadt 2004).<\/p>\n\n\n\n<p>Und\nauf dem anderen Banner entdeckst du die Botschaft: \u201eUnsere Freiheit\nwurde durch den Tod des Sohnes Gottes teuer erkauft. Niemand kann uns\nin neue Fesseln schlagen, denn Gottes Sohn ist auferstanden. <strong>Lasst\nuns der Welt antworten, wenn sie uns furchtsam machen will: Eure\nHerren gehen, unser HERR aber kommt!\u201c<\/strong>\n(Gustav Heinemann bei der Schlusskundgebung des 2. Deutschen\nEvangelischen Kirchentags Essen 1950). \n<\/p>\n\n\n\n<ul><li><\/li><\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erbauliche Betrachtungen in Zeiten des Abbaus von Pfr. 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