{"id":326,"date":"2017-08-12T12:32:26","date_gmt":"2017-08-12T12:32:26","guid":{"rendered":"http:\/\/bekenntnis.net\/?p=326"},"modified":"2018-12-01T12:36:38","modified_gmt":"2018-12-01T12:36:38","slug":"stellungnahme-zu-flyer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=326","title":{"rendered":"Stellungnahme zu Flyer"},"content":{"rendered":"\n<h5 class=\"wp-block-heading\"><a href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/wp-content\/uploads\/2018\/12\/Stellungnahme-zum-Anti-Gender-Flyer-12.-August-2017.pdf\">>> PDF-Download<\/a><br><\/h5>\n\n\n\n<p>Stellungnahme zum Flyer: <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gender.ismus?<\/strong>     Was sich hinter den neuen Angriffen  gegen Geschlechtergerechtigkeit und Vielfalt verbirgt und wie Sie damit umgehen k\u00f6nnen <\/p>\n\n\n\n<p>Herausgeber:   <\/p>\n\n\n\n<p>Evangelisches Zentrum     Frauen und M\u00e4nner gGmbH     Berliner Allee 9-11     30175  Hannover<\/p>\n\n\n\n<p>Gleichstellungsstelle     der Bremischen Evangelischen Kirche     Franziuseck 2-4     20199  Bremen<\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 gef\u00f6rdert mit Mitteln der EKD <\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Faltblatt, das \u00fcber die Dienstpost in viele (fast alle?) evangelischen Pfarr\u00e4mter gelangt ist und das an der Gemeindebasis breit verteilt werden soll (daf\u00fcr flie\u00dfen Kirchensteuermittel!) \u2013 erf\u00fcllt den Tatbestand von Irref\u00fchrung und T\u00e4uschung. Als \u00bbAnti-Gender-Kr\u00e4fte\u00ab (was f\u00fcr eine Titulierung) bezeichnet werden u.a. \u00bbultrakatholische und protestantischfundamentalistische Kreise\u00ab, die scheinbar problemlos in eine Reihe gestellt werden k\u00f6nnen mit AfD und Pegida. \u2013 \u00dcbrigens: Wohin (aus)sortiert wird wohl Papst Franziskus, der sich kritisch zur Gender-Ideologie ge\u00e4u\u00dfert hat? Zudem: Wie steht es in unserem Land um das errungene Kulturgut der Meinungs-, der Glaubens-, der Gewissensfreiheit? Darf man\/frau noch frank und frei aus dem gesunden Menschenverstand heraus eine eigene Meinung kundtun, ohne sogleich mit der Phobie-Keule diffamiert zu werden?  <\/p>\n\n\n\n<p>Der Vorhalt lautet: \u00bbSeit einiger Zeit ziehen neokonservative und rechte Kr\u00e4fte in ganz Europa lautstark gegen eine offene Geschlechterpolitik zu Felde.\u00ab \u2013 Weitere R\u00fcckfrage: Warum wird nicht klar ausgedr\u00fcckt, was sich hinter \u00bboffene Geschlechterpolitik\u00ab verbirgt? Dazu: Wie sind diejenigen zu beurteilen, die f\u00fcr ihre Lebenseinstellung von anderen h\u00f6chste Toleranz einfordern, aber denen h\u00f6chst intolerant begegnen, die solche Einstellungen hinterfragen? Wie k\u00e4mpferisch und verbohrt und verbiestert wird da oftmals zu Felde gezogen \u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>Ein weiterer Vorhalt lautet: \u00bbDamit verdrehen sie das befreiende Anliegen, das zu \u203aGender\u2039 geh\u00f6rt, in sein Gegenteil.\u00ab \u2013 Die Frage darf sehr wohl so sein: Wer verdreht hier was und verfolgt dabei welche Interessen? Wieso fehlt der umstrittene Begriff \u203asexuelle Vielfalt\u2039? Wieso gibt es keine Aussage zur Vielfalt der Geschlechter (sind es achtzehn oder mehr?) Soll erneut verschleiert werden, dass es nicht nur um Emanzipation, nicht nur um Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, nicht nur um gleichen Lohn f\u00fcr gleiche Arbeit geht, sondern um anderes und mehr? Um eine Umerziehung und Sexualisierung der Gesellschaft, angefangen in den Kindertagesst\u00e4tten und Schulen? Warum werden \u203aRoss und Reiter\u2039 der Gender-Politik nicht benannt, warum fehlen Beispiele f\u00fcr eine gendergerechte Sprache? <\/p>\n\n\n\n<p>\u00bb\u203aGender\u2039 ist ein \u2026 Fachbegriff. Wo der seri\u00f6s verwendet wird, geht es immer irgendwie darum, unser Geschlecht und was damit zusammenh\u00e4ngt so genau wie m\u00f6glich zu verstehen.\u00ab \u2013 H\u00e4lt diese Definition (vgl. \u203airgendwie\u2039) einer wissenschaftlichen \u00dcberpr\u00fcfung stand? Wer beweist, \u203aGender\u2039 sei ein Fachbegriff? Um einem Wissenschaftsanspruch gen\u00fcgen zu wollen, m\u00fcsste klar definiert und differenziert und positioniert werden, was \u203aGender\u2039 im Kern wirklich meint und was nicht.  <\/p>\n\n\n\n<p>Nun auch dies noch: Wie mit der Aussage des Apostels Paulus nach Gal. 3,28 umgegangen wird, auch das tut weh \u2026 Unabh\u00e4ngig davon, wie Gal. 3,28 f\u00fcr die Gender-Theologie (??) umfunktioniert werden soll \u2013 treibt die Umdeutung des Paulus-Wortes im Flyer die Zornesr\u00f6te nochmals ins Gesicht: \u00bbIn Christus ist nicht m\u00e4nnlich und weiblich.\u00ab Der biblische Befund dagegen lautet aufgrund von Taufe und Gotteskindschaft: \u00bbHier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus.\u00ab Das hei\u00dft: die Status-Unterschiede fallen unter den Christenmenschen weg, es geht ausschlie\u00dflich und allein um die Glaubensbeziehung zu Jesus Christus, um die Gottesbeziehung, um nichts anderes, erst recht nicht um Geschlechterfragen! Vor GOTT sind nicht alle Menschen gleich (vgl.: \u00bbein jedes nach seiner Art\u00ab, Gen. 1,24), aber alle sind Gottes bed\u00fcrftig. <\/p>\n\n\n\n<p>Wie nun mit diesem Anti-Gender-Flyer umgehen? Am liebsten w\u00fcrde ich vorschlagen: \u203aStampft\u00b4s ein, und zwar schnell!\u2039 Oder: \u203a W\u00e4hlt die Ablage P (=Papierkorb).\u2039 Aber nein. Eine Alternative jedoch k\u00f6nnte sein: \u203aSchickt diesen Flyer mit einer kurzen Protestnote zur\u00fcck an Landeskirche und EKD sowie an die jeweiligen Stellen f\u00fcr Frauenarbeit!\u2039 Mit dem Hinweis: \u203aAnnahme verweigert!\u2039  <\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr den Bekenntniskreis Baden: <\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe Achern, im August 2017 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>>> PDF-Download Stellungnahme zum Flyer: Gender.ismus? 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