{"id":261,"date":"2018-08-18T12:08:07","date_gmt":"2018-08-18T12:08:07","guid":{"rendered":"http:\/\/bekenntnis.net\/?p=261"},"modified":"2018-12-20T19:14:38","modified_gmt":"2018-12-20T19:14:38","slug":"eingabe-an-die-landessynode-vom-18-aug-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=261","title":{"rendered":"Eingabe an die Landessynode vom 18|AUG| 2018 &#8211; Stellungnahme"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>\u00bbChristen und Muslime\u00ab <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Stellungnahme zum Gespr\u00e4chspapier der Evangelischen Landeskirche in Baden (1.07.2018) <\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong><a href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/Eingabe-an-die-Landessynode_Stellungnahme_20180818.pdf\">&gt;&gt; PDF-Download<\/a><\/strong><br><\/p>\n\n\n\n<p>Hat sich die badische Landessynode im Mai 1984 zum christlich-j\u00fcdischen Verh\u00e4ltnis ge\u00e4u\u00dfert, so ist eine weitere Synodalerkl\u00e4rung nun zum Verh\u00e4ltnis von Christen und Muslimen nur zu begr\u00fc\u00dfen.   Die formelle Einladung, sich an diesem Konsultationsprozess zu beteiligen (61), nehme ich gerne an \u2013 mit der folgenden Stellungnahme und den darin enthaltenen Anmerkungen (dabei beziehen sich die Ziffern am linken Seitenrand jeweils auf die Seitenangaben aus dem Gespr\u00e4chspapier) \u2013  in der Form einer offenen <strong>Eingabe an die Badische Landessynode<\/strong>: <\/p>\n\n\n\n<p>ad titulum:   <\/p>\n\n\n\n<p>Richtigerweise wird der Begriff \u203aGespr\u00e4chspapier\u2039 gew\u00e4hlt und nicht \u203aDialog-Papier\u2039, denn <strong>Dialog<\/strong> setzt ein gehaltvolles, h\u00f6heres Niveau voraus und gleichberechtigte Dialogpartner, die in Freiheit miteinander kommunizieren k\u00f6nnen und wollen \u2013 diese Freiheit und dieser Wille jedoch scheint auf muslimischer Seite nicht in dem Ma\u00dfe gegeben zu sein, wie Vertreter westlicher Kulturen dies voraussetzen.  <\/p>\n\n\n\n<p>Konstruktive Kritik muss nicht nur erlaubt, sondern geradezu erw\u00fcnscht sein, wenn ein ernsthafter und \u00fcberzeugender, ein seri\u00f6ser und solider Dialog gelingen soll. Zu fragen ist aber, ob sich Vertreter von Moschee-Gemeinden und Islam-Verb\u00e4nden (wie DITIB) darauf \u00fcberhaupt einlassen (k\u00f6nnen und d\u00fcrfen und wollen). Vorweg: Wer w\u00e4re der konkrete und kompetente Ansprechpartner? \u2013 K\u00f6nnen und d\u00fcrfen und wollen sich Muslime in ein so ganz anders geartetes westliches Denk- und Wertesystem auf der Grundlage des j\u00fcdisch-christlichen Gottes- und Menschenbildes integrieren, wenn sie nicht Verrat treiben wollen gegen\u00fcber Allah, dem Koran, der Scharia? Zudem: Mit welchem Anspruch und Recht lassen sich auch die ungeschriebenen Gesetze einer demokratischen Zivilgesellschaft zum auch f\u00fcr alle Muslime weltweit g\u00fcltigen und verbindlich zu befolgenden Allgemeingut erkl\u00e4ren?  <\/p>\n\n\n\n<p>Wie wohl wirkt es auf Muslime, wenn Christen ihre eigenen Glaubens\u00fcberzeugungen hintenanstellen oder gar zur\u00fccknehmen, also verleugnen? Erweisen sie sich Muslimen gegen\u00fcber dadurch als ernst zu nehmende Dialogpartner? Wie wohl muss der Akt interpretiert werden (als Unterwerfung?), wonach die Bisch\u00f6fe BedfordStrohm und Marx auf dem Tempelberg zu Jerusalem ihre Bischofskreuze (im Jahre 2016) demonstrativ ablegten? Tritt christliche Immunschw\u00e4che in solch einem Akt nicht offen zutage? <\/p>\n\n\n\n<p>Zu kl\u00e4ren ist der Dialog-Begriff. In der R\u00f6mischen Kirche werden seit dem II. Vaticanum vier verschiedene Stadien unterschieden, die im Sinne der Steigerung aufzufassen sein k\u00f6nn(t)en: der Dialog der Begegnung \u2013 der Dialog des gemeinsamen Handelns \u2013 der Dialog der theologischen Verst\u00e4ndigung \u2013 der Dialog der Spiritualit\u00e4t. <\/p>\n\n\n\n<p>ad \u00dcberblick: <\/p>\n\n\n\n<p>4|Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig erweist sich der Religionsbegriff. Karl Barth unterscheidet wohlweislich zwischen \u203aReligion\u2039 als Menschenwerk (die nat\u00fcrliche F\u00e4higkeit des Menschen zur vermeintlichen Gotteserkenntnis) und christlichem Glauben als Gotteswerk (\u203aGott kann nur durch Gott erkannt werden\u2039)(siehe Barths Rede von der \u203aanalogia entis\u2039 und von der \u203aanalogia fidei\u2039). Gottes Selbstoffenbarung in Jesus Christus widerspricht aller Religion. <\/p>\n\n\n\n<p>In muslimisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern besteht eine Symbiose zwischen Staat und Religion \u2013 in westlich gepr\u00e4gten L\u00e4ndern eine Unterscheidung, wenn nicht gar Trennung zwischen Kirche und Staat, zwischen Religion und Ideologie. Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig ist also auch das unterschiedliche Verst\u00e4ndnis von Staat, Staatsf\u00fchrung, Staatsform, von Recht und Religion. <\/p>\n\n\n\n<p>4|Zuzustimmen ist den Aussagen: \u00bbEine sorgf\u00e4ltige Auseinandersetzung mit dem Islam ist notwendig, und sie ermutigt, uns gr\u00fcndlich mit unserem eigenen Glauben zu besch\u00e4ftigen.\u00ab Gleiches gilt f\u00fcr Art. 11 der Charta Oecumenica, f\u00fcr die humanit\u00e4re Verpflichtung, \u00bbden Muslimen mit Wertsch\u00e4tzung zu begegnen und bei gemeinsamen Anliegen mit Muslimen zusammenzuarbeiten.\u00ab  Allerdings kann es nicht darum gehen, dass wir Christen unseren Glauben in Zeiten multireligi\u00f6ser Situationen Andersglaubenden gegen\u00fcber erst einmal apologetisch plausibel machen (m\u00fcssten)(\u203aEntschuldigung, dass es uns \u00fcberhaupt gibt\u2039) und mit ihnen interreligi\u00f6se Gemeinschaft aufbauen (m\u00fcssten), um selbst nicht unterzugehen. Ein offensives, gewinnendes, fr\u00f6hliches christliches Selbstverst\u00e4ndnis in einem beherzten Gottvertrauen ohne Menschenscheu tut gut, gerade auch in der Auseinandersetzung mit Andersglaubenden (vgl. 1. Petr. 3,15).  <\/p>\n\n\n\n<p>4|\u00bbWir haben gute theologische Gr\u00fcnde, auch Anderen Wahrheit zuzutrauen\u00ab: Kollidiert diese These etwa nicht mit Jesu Christi Wort: \u00bbIch bin der Weg, die Wahrheit, das Leben\u00ab (Joh. 14,6)? Zudem: Welche \u203aWahrheit\u2039 ist denn gemeint? Ist die exklusive Wahrheit Gottes bzw. Jesu Christi etwa verhandelbar und inklusiv abzugleichen mit anderen Religionen? Nicht zuletzt: \u00c4u\u00dfert sich in dem Verbum \u203azuzutrauen\u2039 nicht eine Art von ehrverletzender \u00dcberheblichkeit? <\/p>\n\n\n\n<p>4|\u00bbDer Islam versteht sich grunds\u00e4tzlich in der Linie der biblischen Prophetie\u00ab \u2013 also etwa in der Linie Abrahams und Moses? Auffallen m\u00fcsste das divergierende Verst\u00e4ndnis von dem, was da als \u203aProphetie\u2039 und \u203aPropheten\u2039 bezeichnet wird. Mit welcher Begr\u00fcndung erscheinen Noach, Abraham und Mose in der Reihe der ersttestamentlichen Propheten, die stets im Gegen\u00fcber zu K\u00f6nig und K\u00f6nigtum gesehen werden m\u00fcssen? Ganz abgesehen von der Formulierung: \u203agrunds\u00e4tzlich\u2039 \u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>ad I \u2013  \u203aEinleitung\u2039: <\/p>\n\n\n\n<p>6| Zu w\u00fcnschen, weil \u00bbf\u00fcr ein sachgem\u00e4\u00dfes inhaltliches Gespr\u00e4ch\u00ab (7) erforderlich und unerl\u00e4sslich, ist eine m\u00f6glichst klare, saubere <strong>Begriffssprache<\/strong> \u2013 also eine konkrete Definition:  <\/p>\n\n\n\n<p>Was hei\u00dft \u00bbToleranz\u00ab (Antwort: \u203aAuch wenn ich deine \u00dcberzeugung nicht guthei\u00dfen kann, aber ich toleriere sie, ich ertrage sie, wenn ich sie auch nicht \u00e4ndern kann, obwohl ich sie liebend-gerne \u00e4ndern m\u00f6chte\u2039).   Wieso ist von \u00bbDiskriminierung\u00ab die Rede, also von Unterscheidung, also von Differenzierung, wenn \u203aDiffamierung\u2039 gemeint sein soll?  Zu beachten ist, dass die Menschenrechte unterschiedlich deklariert werden: der Erkl\u00e4rung der UN-Menschenrechte (1948) steht die \u00bbKairoer Erkl\u00e4rung (1990) gegen\u00fcber, die auf der Scharia fu\u00dft.    Zu beachten gilt, dass vermeintlich gleiche Begriffe mit unterschiedlichen Inhalten gef\u00fcllt sind \/ sein k\u00f6nnen (Beispiel: der Begriff vom \u203aGericht\u2039 Gottes bzw. Allahs). Gleiche Worte bedeuten nicht unbedingt gleichen Inhalt. <\/p>\n\n\n\n<p>7| Interreligi\u00f6se oder gar \u00bbmultireligi\u00f6se Gebete\u00ab und \u00bbGottesdienste anl\u00e4sslich einer christlich-muslimischen Eheschlie\u00dfung\u00ab mit Vertretern von Kirche und Moscheegemeinde etwa sind als \u203anicht m\u00f6glich\u2039 zur\u00fcckzuweisen, \u00bbf\u00fchren in die Irre\u00ab (EKD-Text 86, S. 57) \u2013 schlie\u00dflich glauben Muslime nicht an den Vater Jesu Christi, nicht an den dreieinen Gott in Vater, Sohn und Geist, nicht an Kreuz und Auferweckung Jesu Christi. Zudem: Kein aufrichtiges Christengebet kann an Jesus Christus vorbeigehen.   Was die Trauung anl\u00e4sslich der Eheschlie\u00dfung zwischen einem Christen und einem Muslimen durch einen Pfarrer \/ eine Pfarrerin in einer Kirche angeht, so ist der muslimische Ehepartner eigens nach seiner Zustimmung zur christlichen Trauung innerhalb des Traugottesdienstes zu befragen. <\/p>\n\n\n\n<p>7| Worin liegen die \u00bbGrenzen des christlich-muslimischen Dialogs\u00ab? <\/p>\n\n\n\n<p>8|  Das Wort \u203aIslam\u2039 bedeutet: \u203aUnterwerfung unter den Willen Allahs\u2039. Dieser Wille Allahs wird im Koran und in der (Rechtssammlung der) Scharia ausgef\u00fchrt, die in islamisch dominierten Staaten Verfassungsrang genie\u00dft \u2013 also: Ein un-politischer Islam ist ein Unding. Die Frage: Handelt es sich im Islam um eine Religion im westlich-kulturell verstandenen Sinne \u2013 ist damit bereits beantwortet. Nein, es handelt sich um eine politische Religion mit dem Selbstanspruch auf eine Theokratie. Anders formuliert: Von allem Anfang an ist der Islam eine politische Ideologie im Kleide einer Religion \u2013 auch wenn seine Anh\u00e4nger: die Muslime regelm\u00e4\u00dfig f\u00fcnfmal t\u00e4glich beten, auch wenn sie ihre religi\u00f6sen Pflichten aus\u00fcben, an ein Gericht glauben und auf ein Leben nach dem Tode im Paradies hoffen.  <\/p>\n\n\n\n<p>8| \u00bb<strong>Den Islam\u00ab an sich<\/strong> gibt es nicht. Der Islam ist verschiedenen Zeiten und Einfl\u00fcssen unterworfen und alles andere als eine einheitliche Gr\u00f6\u00dfe. Zu unterscheiden sind unterschiedliche Auspr\u00e4gungen in h\u00f6chst verschiedenen L\u00e4ndern mit unterschiedlichen Staatsf\u00fchrungen und Staatsformen und Kulturen innerhalb der muslimischen Welt(en). Fast \u00fcberall herrscht der Islam als Staatsreligion. Un\u00fcbersehbar bestehen Unterschiede zwischen Schiiten und Sunniten und Aleviten, zwischen Salafisten, Sufisten und Wahhabiten \u2013 oder ethnisch betrachtet: zwischen T\u00fcrken und Kurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer den muslimischen Glauben  ernstnimmt, wer schriftnah und gesetzesnah denkt und handelt,  der verfolgt das Ziel, f\u00fcr den Islam die Weltherrschaft zu erlangen und die Welt der Ungl\u00e4ubigen f\u00fcr den Islam zu vereinnahmen (vgl. Sure 8,40).  <\/p>\n\n\n\n<p>Die freiheitlichen Lebensverh\u00e4ltnisse in der westlichen Welt beg\u00fcnstigen den muslimischen Vormarsch. Stimmen mehren sich, die vor einer Islamisierung Europas warnen, vor einer \u203aChrislamisierung\u2039 und die eine Europ\u00e4isierung der hier lebenden Muslime auf der Basis der hier g\u00fcltigen Grund- und Menschenrechte einfordern. Dass westlich gelebte Liberalit\u00e4t und Toleranz auch ausgenutzt und missbraucht werden kann, wird zunehmend deutlicher. Wie sieht \u203adas wahre Gesicht des Islam\u2039 aus? <\/p>\n\n\n\n<p>8| \u00bbDie Konvergenzen in zentralen Punkten begr\u00fcnden eine besondere j\u00fcdischchristlich-islamische Dreierbeziehung.\u00ab \u2013 Worin bestehen diese Konvergenzen? Liegen da nicht erhebliche Selbstt\u00e4uschungen vor? Werden tiefgreifende Unterschiede denn nicht ignoriert? Werden gleiche Begriffe etwa mit gleichem Inhalt gef\u00fcllt oder eben gerade nicht? Man erinnere sich an die Elija-Frage (aus 1. K\u00f6n. 18,21): \u00bbWie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Ist der HERR: GOTT, so wandelt IHM nach \u2013 ist es aber Baal, so wandelt ihm nach!\u00ab   <\/p>\n\n\n\n<p>9| Erl\u00e4uterungsbed\u00fcrftig ist \u00bbdie \u00dcberzeugung \u2026, dass wir <strong>von den Pr\u00e4missen unseres christlichen Glaubens<\/strong> her auch im nichtchristlichen Gegen\u00fcber \u2013 bei Musliminnen und Muslimen \u2013 Wahrheit anerkennen k\u00f6nnen und in solcher Haltung einen christlichen Dialog zu f\u00fchren in der Lage sind.\u00ab   Was konkret ist zu verstehen unter den \u203aPr\u00e4missen\u2039? Hei\u00dft dies: \u203apure N\u00e4chstenliebe\u2039 im Sinne allgemeiner Humanit\u00e4t? \/ Wird einer allgemein-g\u00fcltigen bzw. angenommenen oder postulierten \u203aZivilreligion der Menschlichkeit\u2039 das Wort geredet? \/ Sollen eher zivilgesellschaftliche Interessen und Ziele unter dem Alibi der Religion verfolgt werden? \/ Obsiegen die Harmonisierungstendenzen, die Unterschiede minimalisieren, nivellieren und bagatellisieren in einen postulierten Ein-Gott-Glauben hinein? \/ Bildet die Inklusion aller Religionen in eine einzige allein: das angestrebte Ziel?   Welche Einstellung verr\u00e4t die Rede vom \u203anichtchristlichen Gegen\u00fcber\u2039? \u2013 Und: Welche \u203aWahrheit\u2039 denn ist genau gemeint?   Geht\u00b4s um <strong>\u00bbWahrheitsanerkenntnis\u00ab<\/strong>? \/ Geht\u00b4s um Glaubenserkenntnis im Sinne von Offenbarung? Als ob christlicher Glaube mit menschlichen Sinnen (an)erkannt werden k\u00f6nnte und nicht als \u00bbGeheimnis des Glaubens\u00ab entdeckt und wertgesch\u00e4tzt werden m\u00fcsste? Es ist doch Gottes Heiliger Geist, der Glauben weckt und wirkt und erh\u00e4lt. <\/p>\n\n\n\n<p>Der Satz des EOK-Kollegiums (2005):<strong> \u00bbDer Respekt vor dem Wahrheitsanspruch<\/strong> beim anderen widerspricht keineswegs dem christlichen Bekenntnis zum dreieinigen Gott und erlaubt das Christuszeugnis gegen\u00fcber den Dialogpartnern\u00ab \u2013 stellt die (Pilatus-) Frage: <strong>\u00bbWas ist Wahrheit?\u00ab <\/strong>(Joh. 18,38) in den Kontext von Christen und Muslimen \/ ist zu konfrontieren mit Jesu Wort: \u00bbIch bin der Weg, die Wahrheit, das Leben!\u00ab (Joh. 14,6; vgl. Joh.17,17) \/ mit der ersten These der Barmer Theologischen Erkl\u00e4rung (1934) \/ ist zu kl\u00e4ren gegen\u00fcber dem sog. Absolutheitsanspruch einer jedweden Religion \/ und gegen\u00fcber dem Missionsauftrag Jesu Christi (Mt. 28,18-20). <\/p>\n\n\n\n<p>Dem Koran zufolge (Sure 9,29-33) gelten Christen als L\u00fcgner, H\u00e4retiker und zu bek\u00e4mpfende Polytheisten. \u00bbUnd k\u00e4mpft gegen sie, bis es keine Verwirrung [mehr] gibt und die Religion Allah geh\u00f6rt\u00ab (Sure 2,192.194; vgl. Sure 5,52.64). Die muslimische Position lautet \/ kann nur lauten (auch wenn sie in unserem Land so offen und entschieden aus taktisch-strategischem Kalk\u00fcl heraus in dieser Pr\u00e4gnanz nur selten offen artikuliert wird, solange die Muslime noch in der Minderheit sind): \u203aEs gibt nur eine wahre Religion: den Islam!\u2039 Juden wie Christen h\u00e4tten ihre eigenen  Glaubenszeugnisse verdreht und verf\u00e4lscht (Mohammed sei bereits in Dtn. 18,18 wie in Joh. 15,26 vorausgesagt) \u2013 der Koran mit den 114 Abschnitten \/ Kapiteln (Suren) des Erzengels Gabriel an Mohammed, den Propheten, enthalte dagegen die reine g\u00f6ttliche, ewige, letztg\u00fcltige, unver\u00e4nderbare, un\u00fcberbietbare, unkritisierbare Wahrheit Al-ilahs, von ihm allein Wort f\u00fcr Wort in einem Zeitraum von etwa zwanzig Jahren offenbart und von den Gl\u00e4ubigen einzuhalten. Der Islam sei die Judentum und Christentum korrigierende, abl\u00f6sende Religion. <\/p>\n\n\n\n<p>Warum wird im Gespr\u00e4chspapier nicht eindeutig und unmissverst\u00e4ndlich formuliert (?): \u203aWir als Christen stehen aus fester Glaubens\u00fcberzeugung heraus zum Wahrheitsanspruch Jesu Christi und bekennen: \u00bbEs ist in keinem anderen das Heil, auch ist kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, darin wir sollen selig werden!\u00ab (Apg. 4,12). Dabei respektieren \/ tolerieren wir, dass (z.B.) Muslime ihrerseits im Wahrheitsanspruch ebenso eingestellt sind und sich eindeutig und unmissverst\u00e4ndliche zu Allah bekennen\u2039 (?). Aber wir Christen verleugnen dabei nicht, dass Jesus Christus f\u00fcr uns der einzige Weg zum g\u00f6ttlichen Heil ist\u2039 (vgl. Barmer Theologische Erkl\u00e4rung, 1. These, 2. Antithese, 3. These)(?). <\/p>\n\n\n\n<p>ad II \u2013  \u00bbWegmarken im christlich-islamischen Gespr\u00e4ch\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>ad 01 \u00bbEinander Wahrheit zutrauen \u2026\u00ab  \u00bbVon der Dialogf\u00e4higkeit der christlichen Glaubens\u00fcberzeugung\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>10| \u00bbIn einer multi-religi\u00f6sen Situation\u00ab sollte f\u00fcr Christen gelten:   \u00bbWir respektieren die Glaubens\u00fcberzeugungen von Menschen anderer Religionen, werden ihnen dabei jedoch mit unserem eigenen Glaubenszeugnis begegnen und ihnen das Evangelium von Jesus Christus in Kreuz und Auferweckung nicht schuldig bleiben.\u00ab (BKB-Sieben-Punkte-Erkl\u00e4rung: Zum Verh\u00e4ltnis von Christen und Muslimen, aaO.).   <strong>Mission<\/strong> als eine wesentliche Lebens\u00e4u\u00dferung von Kirche Jesu Christi muss auch unter Muslimen m\u00f6glich sein. <\/p>\n\n\n\n<p>10| \u00dcberzeugt die Schlussfolgerung aus dem Wort Joh. 14,6 (?):  \u00bbAus dem zitierten Christus-Wort k\u00f6nnte ein Absolutheitsanspruch f\u00fcr das Christentum abgeleitet werden: Das Christentum w\u00e4re dann als die einzig wahre Religion, alle anderen Religionen w\u00e4ren nur als Ab- und Irrwege zu verstehen, die weder wahre Erkenntnis Gottes vermitteln noch zu wahrem Leben und Heil f\u00fchren. Aus einer solch strikt <strong>exklusivistischen<\/strong> Position heraus k\u00f6nnte ein Dialog mit Musliminnen und Muslimen dann nur den einzigen Sinn haben, sie \u00fcber den wahren Glauben zu belehren und sie zum Christentum zu f\u00fchren.\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>Es d\u00fcrfte kein Weg daran vorbeif\u00fchren, einzur\u00e4umen, dass eine jede Religion f\u00fcr sich allein mehr oder weniger deutlich-offen den Absolutheitsanspruch erhebt und den alleinigen Wahrheitsanspruch \u2013 ansonsten machte sie sich selbst unglaubw\u00fcrdig, andererseits dialog-unf\u00e4hig. Mit klarer Entschiedenheit, die nichts zu w\u00fcnschen \u00fcbrig l\u00e4sst, bekennen sich Muslime offensiv zu ihrem Islam als der einzig wahren Religion. Im \u00dcbrigen: Geh\u00f6rt denn nicht solcher Absolutheitsanspruch a priori zu einer jeden einzelnen Religion?  Zudem: Werden Muslime den Wahrheitsanspruch \/ den <strong>Absolutheitsanspruch<\/strong> des christlichen Glaubens \u00fcberhaupt je(mals) tolerieren (k\u00f6nnen)? F\u00fchlen sie sich gegen\u00fcber Juden wie Christen nicht als die \u00dcberlegenen? Bildet der Islam f\u00fcr sie nicht \u203adas Ma\u00df aller Dinge\u2039, \u203adie einzig wahre Religion\u2039 (Sure 3,18-20)? Wie verh\u00e4lt es sich mit den antichristlichen Implikationen des Islam? <\/p>\n\n\n\n<p>12| Der Schlussfolgerung: \u00bbEinem <strong>exklusivistischen Wahrheitsanspruch<\/strong> muss .. mit gro\u00dfem Vorbehalt begegnet werden\u00ab \u2013 ist insofern zuzustimmen, sofern damit Zwangsma\u00dfnahmen zur Bekehrung bzw. Konversion etwa verbunden sein sollten (!). Zu fragen ist allerdings, ob die Termini \u00fcberhaupt zueinander kompatibel sind: \u00bbexklusivistischer Wahrheitsanspruch\u00ab (wenn dieser Begriff als machtvoll, dominant, aggressiv interpretiert wird) und \u203achristlicher Glaube\u2039 (wenn dieser Begriff nach dem Vorbild Jesu von Nazareth als \u00bbDienet einander\u00ab im Sinne von 1. Petr. 4,10 gelebt wird). Stehen also beide Begriffe nicht in Diskrepanz zueinander? <\/p>\n\n\n\n<p>Zudem: Christlicher Glaube und Religion stehen in einem Spannungsverh\u00e4ltnis. Es geht doch nicht um den Wahrheits- bzw. Unwahrheitsbegriff aus menschlicher Perspektive heraus \u2013 es geht um Gottes Wahrheit, wonach ER Seinen Sohn in die Welt gesandt hat: \u203apro nobis\u2039, zu unserer Rettung, f\u00fcr unser Heil und Wohlergehen (vgl. Joh. 3,16). Es geht im christlichen Glauben um die so ganz andere \u203aWahrheit\u2039, um die Wahrheit Gottes: dass sich der Mensch erkannt wei\u00df als von Gott geliebtes, begabtes, beauftragtes Gesch\u00f6pf, das IHM verantwortlich ist, Rechenschaft schuldig ist (vgl. 2. Kor. 5,10). <\/p>\n\n\n\n<p>12| Die Schlussfolgerung: \u00bbAuch im Blick auf das biblische Verst\u00e4ndnis von Wahrheit kann sich ein differenzierter Weg er\u00f6ffnen, der \u2026 auf dem Boden einer offenen inklusiven Haltung Andersgl\u00e4ubigen wahre Glaubensweisen und wahre Gotteserkenntnis zutraut.\u00ab \u2013 tr\u00e4gt den Wahrheitsbegriff (s.o.) in ein schillerndes Licht und nivelliert die Unterschiede in der je eigenen \u203aWahrheit Gottes\u2039, tr\u00e4gt zur Verwirrung bei. Es gilt zu \u00bbunterscheiden zwischen uns und unserer Wahrheit und der Wahrheit Gottes\u00ab, n\u00e4mlich zwischen menschlicher Wahrheitserkenntnis und der Selbstoffenbarung Gottes f\u00fcr Christen: in Jesus Christus, dem Sohne Gottes \u2013 f\u00fcr Muslime in der Kundgabe Allahs durch den Propheten Mohammed.  <\/p>\n\n\n\n<p>13| Die Formulierungen: \u00bbeine inklusivistische Grundhaltung im Sinne eines \u203a<strong>Inklusivismus auf Gegenseitigkeit<\/strong>\u2039\u00ab, womit \u00bbdie Bewegung eines wechselseitigen \u203areziproken Inklusivismus\u2039\u00ab (Reinhold Bernhardt) gemeint ist \u2013 verlangen nach konkreter Aufkl\u00e4rung. Geht es darum (?), \u00bbAnderen Wahrheit zuzutrauen und bei Anderen Wahrheit zu entdecken\u00ab \u2013 so stellt sich erneut die Frage nach dem jeweiligen Verst\u00e4ndnis von \u203aWahrheit\u2039. Gleiche Begriffe enthalten verschiedene Inhalte. <\/p>\n\n\n\n<p>14| Zu begr\u00fc\u00dfen ist die Schlussfolgerung: \u00bbDies alles bedeutet keine Aufgabe der <strong>Mission<\/strong>. Kirche Jesu Christi ist missionarische Kirche. Die Mission der Kirche folgt dem Weg Gottes in die Welt \u2013 bis hinein in die Lebens- und Glaubenswelten uns benachbarter Religionen. Wir haben durch Jesus Christus den Auftrag, unseren Glauben so zu bezeugen, dass auch andere in dieses Vertrauen auf Gott hineinfinden k\u00f6nnen. Diese schlie\u00dft auch ein aktives Einladen zum Glauben ein\u00ab. <\/p>\n\n\n\n<p>14.15| Ausdruck von echtem Dialog-Willen wird sein, wenn sich die Muslime in unserem Land im Sinne der auch ihnen gew\u00e4hrten <strong>Religionsfreiheit <\/strong>gegen jede Form von Unterdr\u00fcckung und  Verfolgung von Christen weltweit einsetzen \/ wenn sie gegen jede Form von Antisemitismus und Holocaust-Leugnung einschreiten \/ wenn sie solche Untaten offiziell verurteilen und \u00e4chten \/ nicht zuletzt: wenn sie sich f\u00fcr den Bau von Kirchen in islamisch gepr\u00e4gten L\u00e4ndern stark machen und daf\u00fcr, dass sich dort christliches (Gemeinde-) Leben entwickeln kann.   Probleme jedoch bereiten Aussagen wie die des \u203aobersten geistlichen F\u00fchrers\u2039 im Iran, von Ali Khamenei (2012\/2017), wenn er Israel als \u00bbKrebsgeschw\u00fcr\u00ab bezeichnet, \u00bbdas herausgeschnitten werden muss und herausgeschnitten werden wird\u00ab \/ wenn er zum 9. November (!) 2014 einen Neun-Punkte-Plan zur Zerst\u00f6rung Israels ver\u00f6ffentlicht (Zeitzeichen, 8\/2018, 12f. \u2013 Information Nr. 98 vom Freundeskreis Kirche und Israel in Baden e.V., Juli 2018, 27-30).    <\/p>\n\n\n\n<p>ad 02| \u00bbThemenfelder des christlich-islamischen Dialogs\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>16| \u00bbzur Ehre des einen Gottes\u00ab \u2013 Kommentar s.u.   \u00bbGottes Kundgabe\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>17| (1) Offenbarung: Gott spricht <\/p>\n\n\n\n<p>19| (2) Bibel und Koran: Gotteswort und Menschenwort <\/p>\n\n\n\n<p>19| Vermisst wird die Begr\u00fcndung \/ der Beleg f\u00fcr die These: \u00bbDer Koran wurde diskursiv offenbart; er ist das Resultat von Dialog, Debatte, Argumentation, Annahme und Zur\u00fcckweisung\u00ab (Mouhanad Khorchide). Wodurch wird diese Behauptung gedeckt? Entspricht sie dem Glaubensverst\u00e4ndnis der Muslime (weltweit)? Gibt sie nicht eher eine moderne Einzelmeinung wieder? Wie steht es dabei um die Rolle Allahs, um seine Autorit\u00e4t, um den Stellenwert des Koran, um die Bedeutung Mohammeds? <\/p>\n\n\n\n<p>21| <strong>\u00bbDie ber\u00fchmte Sequenz: \u203aWenn jemand einen Menschen t\u00f6tet \u2026 Wenn aber jemand einem Menschen das Leben bewahrt \u2026\u2039 (Sure 5,32)\u00ab <\/strong>\u2013 erscheint unvollst\u00e4ndig und aus dem Zusammenhang gerissen. Warum, mit welcher Absicht, welchem Interesse? Es fehlt z.B. der Auftakt, n\u00e4mlich die Adresse: \u00bbwir haben den Kindern Israels vorgeschrieben: wer eine Seele ermordet \u2026\u00ab Dieses Prinzip wird also den Juden verordnet (vgl. Sure 5,33), nicht aber den Muslimen (!). In den anschlie\u00dfenden Versen hei\u00dft es in Sure 5,34-35 im Blick auf die Juden: <br>\u00bbDer Lohn derjenigen, die Krieg f\u00fchren gegen Allah und Seinen Gesandten und sich bem\u00fchen, auf der Erde Verderben zu verbreiten, ist indessen nur (der), dass sie allesamt get\u00f6tet oder gekreuzigt werden, oder dass ihnen H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe wechselseitig abgehackt werden, oder dass sie aus dem Land verbannt werden. Das ist f\u00fcr sie eine Schande im Diesseits, und im Jenseits gibt es f\u00fcr sie gewaltige Strafe \u2013 <\/p>\n\n\n\n<p>au\u00dfer denjenigen, die bereuen, bevor ihr Macht \u00fcber sie habt. So wisset, dass Allah allvergebend und barmherzig ist.\u00ab <br>\nSollte die verk\u00fcrzte Zitation von Sure 5,33 und also die ihres Kontextes entkleidete Fassung mit ihren brutalen Anordnungen etwa als Erweis daf\u00fcr dienen k\u00f6nnen, dass der Islam \u203aeine Religion des Friedens\u2039 sei? Sorgf\u00e4ltige Analyse und Textkritik sind geboten. Ein Ergebnis w\u00e4re dann allerdings: Die zitierte Kurzfassung entstammt dem Babylonischen Talmud Sanhedrin 37a (!). Und: Nach dem vollst\u00e4ndigen Wortlaut aus Sure 5 sind Muslime dazu aufgerufen, zu t\u00f6ten, zu morden. <\/p>\n\n\n\n<p>22| (3) Gott und Allah: Von der Einzigkeit Gottes <\/p>\n\n\n\n<p>22| Kritische Proteste ausl\u00f6sen muss die These: \u00bb<strong>Wir verehren<\/strong> als Christen und Muslime <strong>den einen Gott<\/strong>, den wir als Christen als dreieinig bekennen und im Geheimnis der Dreieinigkeit verehren.\u00ab \u2013 Also: \u00bbden (einen) Gott\u00ab, arabisch: \u00bbAllah\u00ab (?) mit seinen 99 Pr\u00e4dikationen? \u2013 Sollte diese These seitens der Judenheit best\u00e4tigt werden (k\u00f6nnen)? \u2013 Was besagt das erste Gebot (Ex. 20,1-3) in diesem Kontext, unter diesem Postulat? Was Dtn. 6,4 (\u00bbDer HERR, unser GOTT, ist ein einig(end)er HERR\u00ab)? <\/p>\n\n\n\n<p>Im EKD-Text 86, S. 18 hei\u00dft es: \u00bbDie Feststellung des \u203aGlaubens an den einen Gott\u2039 tr\u00e4gt nicht sehr weit.\u00ab Gemeint ist dabei die Rede von ein- und demselben Gott, der \u00fcber allen Religionen steht und der in allen Religionen verehrt wird, wenn auch auf verschiedene Weise. Dabei m\u00fcssten die un\u00fcberbr\u00fcckbaren Differenzen aufsto\u00dfen, z.B.: Jesus Christus, der Mensch gewordene (Sohn) Gott(es)(vgl. Phil. 2,5-11) \u2013 all die Differenzen, die in dieser, ach so modernen Rede \u00bbvon dem einen Gott\u00ab liegen. Was f\u00fcr Selbstt\u00e4uschungen, was f\u00fcr Irritationen, die ja nur in die Irre f\u00fchren k\u00f6nnen. Biblische Theologie tut not! Nicht zuletzt auch f\u00fcr den, der ernsthaften Dialog will. <\/p>\n\n\n\n<p>22| Der <strong>Ibrahim<\/strong> nach dem Koran (Sure 2,131-138.259; 3,68) und der Abraham nach biblischen Zeugnissen (ca. 1.800 v.d.Z.) sind klar zu unterscheiden. Dem Konstrukt einer vielbeschworenen \u203aabrahamitischen \u00d6kumene\u2039 mit <strong>Abraham als Urvater von Judentum, Christentum, Islam <\/strong>kann aus historischen und aus theologischen Gr\u00fcnden nicht das Wort geredet werden. Das schafft Irritation, Verwirrung, Desorientierung. Denn: Nach Mohammed (als direkter Nachfahre Ismaels\/Sure 3,82) sei Ibrahim der erste Muslim \u00fcberhaupt gewesen (vgl. Sure 2,133) und Allah untertan (Sure 3,68.69.85), und dann der, der mit seinem Sohn Ismael die von Adam erbaute Kaaba in Mekka erneuert habe, \u203adas Haus Allahs\u2039 (Sure 2,127.128). Man bedenke Sure 2,259; 37,100-110 \u2013 man bedenke, dass nicht Isaak (Gen. 22,1-19), sondern Ismael (der Sohn Hagars) von Ibrahim geopfert werden sollte. Wenn sich Muslime als \u203aAbrahams Kinder\u2039 bezeichnen, dann k\u00f6nnen sie sich damit jedoch zumindest auf den Abraham der Bibel nicht berufen. <\/p>\n\n\n\n<p>23| Festgestellt wird: \u00bbDaher gibt es auch in unserer Kirche ein theologisches Spektrum im Blick auf die Frage, ob Christen und Muslime <strong>an denselben Gott glauben<\/strong>. So halten einige daran fest, dass au\u00dferhalb des Bekenntnisses zu Jesus Christus nicht vom Glauben an den gleichen Gott gesprochen werden k\u00f6nne.\u00ab \u2013 F\u00fcr die erste These fehlt die Begr\u00fcndung, der zweiten These ist nur zuzustimmen, andernfalls handelte es sich um eine Verleugnung Jesu Christi bzw. des christlichen Glaubens. Also zu postulieren, Christen wie Muslime w\u00fcrden an einen gemeinsamen Gott glauben, f\u00fchrt in die Irre. <\/p>\n\n\n\n<p>26| (4) <strong>Jesus im Koran<\/strong>: Gottes Barmherzigkeit in Person <\/p>\n\n\n\n<p>26| Man t\u00e4usche sich nicht: der \u203aIsa\u2039 aus dem Koran (\u00bbJesus gilt als Gesandter Gottes im Auftrag des H\u00f6chsten\u00ab, vgl. Sure 4,172; 5,47.72.76.111-121) und der Jesus Christus aus dem Neuen Testament (der Gekreuzigte und Auferweckte, der Sohn Gottes, der Messias, der Richter und Retter, der Erl\u00f6ser und Heiland, der F\u00fcrsprecher vor Gott, dem Vater) sind grundverschieden, daran \u00e4ndert auch der noch n\u00e4her zu untersuchende Hinweis auf die Geburt aus Maria, der Jungfrau, nichts. <\/p>\n\n\n\n<p>27| Vor diesem Hintergrund befremdet die These: \u00bbDer christliche Glaube darf und soll die Hochsch\u00e4tzung Jesu im Koran wahrnehmen und dar\u00fcber freudig staunen.\u00ab \u2013 Kommentar (?): \u203aMan sp\u00fcrt die Absicht\u2039 der Irritation, wenn un\u00fcberbr\u00fcckbare Unterschiede nivelliert werden sollen \u2013 \u203aund ist verstimmt.\u2039 <\/p>\n\n\n\n<p>28| Eindeutig ist in Sure 4,171 formuliert: \u00bbSo glaubt an Gott und seine Gesandten und sagt nicht: \u203aDrei!\u2039\u00ab (vgl. Sure 5,74.117). \u2013 Die sog. g\u00f6ttliche Trinit\u00e4t in: Gott-Vater, Sohn, -Heiliger Geist \u2013 wird damit in Abrede gestellt.  \u00dcbrigens: Am Felsendom in Jerusalem prangt in arabischen Schriftzeichen der Satz: \u00bbGott hat keinen Sohn.\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>28| \u00bbJesus und <strong>Mohammed<\/strong> k\u00f6nnen in je eigener Weise als zeichenhafte Vergegenw\u00e4rtigung der Barmherzigkeit Gottes verstanden werden.\u00ab \u2013 als ob Jesus Christus und Mohammed (arab. muhammad) Ben Abdullah auf eine Stufe gestellt werden k\u00f6nnten! Dar\u00fcber hinaus: M\u00fcssten Christen, die in muslimischen L\u00e4ndern unter Bedr\u00e4ngnis, Bedrohung, Verfolgung leiden, die um ihres Glaubens willen gar ermordet werden, einen solchen Satz nicht als Hohn empfinden?  Es fehlt der Hinweis, wonach Jesus von Nazareth <strong>das Schwert<\/strong> zerbrochen hat (vgl. sein Wort: \u00bbWer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen\u00ab, Mt. 26,52) \u2013 Mohammed (\u00bbals politischer Akteur und Staatsmann\u00ab (29), als Kriegsherr gar (570\/573-632) jedoch das Schwert genommen und eingesetzt hat, um zu t\u00f6ten und zu morden. Man bedenke Mohammeds Blutbad gegen\u00fcber bis zu neunhundert Juden von Medina im Jahre 627, das erste Judenpogrom in Europa mit 4.000 von Muslimen ermordeten Juden in Spanien 1066. Man bedenke das bis heute nicht aufgegebene Ziel, den Staat Israel ausl\u00f6schen zu wollen. Man bedenke Gr\u00e4ueltaten gegen\u00fcber Christen: Eroberungen, Vergewaltigungen, Versklavungen, Massaker in Nordafrika, in Vorderasien, auf dem Balkan.   Demgegen\u00fcber wird damit argumentiert (zur Rechtfertigung etwa?), dass Christen dem Aufruf von Papst Urban II. zum <strong>Kreuzzug<\/strong> 1095 gefolgt seien. Wird dabei beachtet (?), dass dieser Kreuzzug die Reaktion darauf war, dass T\u00fcrken \/ Seldschuken Christen im Heiligen Land fortw\u00e4hrend angegriffen und uralte christliche Orte gesch\u00e4ndet hatten \/ dass es darum ging, den bedrohten Christen beizustehen und zu helfen, das Heilige Land zu befreien und zu sch\u00fctzen und den christlichen Glauben zu verteidigen und zu erhalten?    <\/p>\n\n\n\n<p>28| Wenn proklamiert wird, der Islam sei \u203a<strong>eine Religion der Barmherzigkeit und des Friedens<\/strong>\u2039, durchweg tolerant und ein Musterbeispiel der Humanit\u00e4t \u2013 wie erkl\u00e4ren sich dann Terrorakte und Gr\u00e4ueltaten, die im Namen Allahs (\u00bbAllahu Akbar!\u00ab \/ \u203a<strong>Allah ist gr\u00f6\u00dfer!<\/strong>\u2039 als der Juden-Gott und der Christen-Gott) ver\u00fcbt werden? Es \u00fcberzeugt nicht, so zu tun, als h\u00e4tten islamistische Gewaltakte nichts mit dem Islam zu tun. Sicher: Der Islam an sich ist nicht identisch mit dem Terror im Namen Allahs, aber er ist eben auch nicht einfach davon zu trennen. Man bedenke, welch hohe Zustimmung solche islamistischen Terrorakte in der islamischen Welt finden (selbst bei Staatsf\u00fchrern). N\u00f6tig ist, dass sich muslimische Religionsf\u00fchrer offiziell von solchen Anschl\u00e4gen distanzieren, dass Muslim-R\u00e4te sie verurteilen und \u00e4chten und im Weiteren zu Verst\u00e4ndigung und Vers\u00f6hnung aufrufen und beispielgebend vorangehen.  Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig sind die Koran-Versprechungen, wonach Selbstmordattent\u00e4ter als M\u00e4rtyrer im Paradies gro\u00dfz\u00fcgig belohnt werden (vgl. Sure 4,75).  Kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig erweist sich die Frage, ob zentrale Begriffsvorstellungen wie z.B.: \u203ader Wille Allahs\u2039 \/ \u203ader Wille des Vaters Jesu Christi\u2039 inhaltlich denn nicht ganz verschieden gef\u00fcllt sind. Entsprechendes gilt f\u00fcr Begriffe wie \u203aGerechtigkeit\u2039, \u203aBarmherzigkeit\u2039, \u203aFrieden\u2039, \u203aMenschenrechte\u2039, die im Islam stets im Rahmen der Scharia zu verstehen sind. Ebenso kl\u00e4rungsbed\u00fcrftig sind die Aufrufe Allahs zum Kampf gegen die Ungl\u00e4ubigen, gegen die G\u00f6tzendiener, gegen die, die sich dem Willen Allahs widersetzen \/ nicht zuletzt dessen Gerichtsworte vom H\u00f6llenfeuer (Sure 2,40; 3,11; 22,20-23; 40,70-77; 17,98-99; 32,13-15).    Bezeichnet das Wort \u203aFrieden\u2039 gem\u00e4\u00df der Unterscheidung zwischen dem \u203aHaus des Friedens\u2039 (gemeint: die Welt des Islam) und dem \u203aHaus des Krieges\u2039(die Welt der Ungl\u00e4ubigen) denn etwas anderes als die Ausdehnung und Ausweitung des Islam in die \u00fcbrige Welt hinein? <\/p>\n\n\n\n<p>29| Herkunft und Zukunft des Menschen <\/p>\n\n\n\n<p>29| (5) Von der Sch\u00f6pfung und W\u00fcrde des Menschen <\/p>\n\n\n\n<p>31| Wenn denn \u00bbder Gedanke der <strong>Geschlechtergerechtigkeit<\/strong>\u00ab (was nur f\u00fcr ein Begriff!) vorgebracht wird, so reicht es doch nicht, die \u00bbStellung der Frau im Islam\u00ab lediglich als \u00bbproblematischer Punkt\u00ab f\u00fcr den Dialog zu bezeichnen und es dabei zu belassen. Auch das Ablenkman\u00f6ver auf die Stellung der Frau im Christentum fr\u00fcherer Zeiten \u00fcberzeugt nicht, man erinnere sich an Jesu Umgang mit Frauen (und Kindern, vgl. u.a. Mk. 10,13ff.) und an Paulus\u00b4 Wertsch\u00e4tzung der Frauen in der Gemeinde. Vom \u203aGebot der Unterordnung unter den (Ehe-) Mann\u2039 kann \u00fcberzeugend nicht die Rede sein, eher von Einordnung und Zuordnung (\u00bbein Fleisch\u00ab, vgl. Gen. 2,24) \u2013 wird bedacht, dass Mann und Frau einander von Gott her wechselseitig \u00bbGehilfen zur Freude\u00ab sein sollen (vgl. Eph. 5,22-25). Aus exegetischen Gr\u00fcnden zur\u00fcckzuweisen ist der Verweis auf Gal. 3,28 \u2013 geht es dabei doch um den Taufbezug (!), um die Gotteskindschaft \u203asola fide\u2039, um das Einssein der Getauften in Christus (Gal. 3,26f.) und unter Christus (\u00bbEr das Haupt, wir seine Glieder\u00ab, vgl. 1. Kor. 12,13.27 \/ Eph. 5,23; vgl. EG 251,1) und eben nicht um die allgemeine Gleichheit aller Menschen (als Gesch\u00f6pfe Gottes), \u00bbvon wechselseitigen Herrschaftsverh\u00e4ltnissen befreit\u00ab.  \u2013 Man beachte allerdings das bis heute g\u00fcltige Verf\u00fcgungsrecht des Mannes \u00fcber seine Frau (Sure 2,223-229; 2,188), sein Z\u00fcchtigungsrecht (Sure 4,35). <\/p>\n\n\n\n<p>32| (6) Tod, Gericht und Ewiges Leben  Die Theologie der paulinischen und der reformatorischen <strong>Rechtfertigung<\/strong> des S\u00fcnders \u203asola fide\u2039, \u203asola gratia\u2039 ist zu konfrontieren mit der muslimischen Vorstellung der gesetzlichen <strong>Werkgerechtigkeit<\/strong>, wonach das Paradies durch entsprechende Werke zu verdienen sei \u2013 ebenso mit der Vorstellung des Gerichts (Sure 4,74.75). <\/p>\n\n\n\n<p>34| \u00bbVom rechten Weg: Ethische Leitlinien\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>34| (7) Gerechtigkeit und Barmherzigkeit als Summe der Gebote <\/p>\n\n\n\n<p>36| (8) Vom Umgang mit der Gewalt <\/p>\n\n\n\n<p>36| \u00bbF\u00fcr beide Religionen gibt es in den jeweiligen normativen Texten Z\u00fcge einer gewalthaltigen Theologie, die sich auf Gott beruft\u00ab \u2013 wo bleiben die Beweise und Begr\u00fcndungen f\u00fcr diese These wohlgemerkt aus dem biblischen Zeugnis heraus?  Jesus von Nazareth jedenfalls hat keinen einzigen Menschen zum Glauben gezwungen, Er hat erlebt, dass sich etliche von Ihm abwandten, und dies respektiert. Deshalb auch fragte Er sogar Seine J\u00fcnger: \u00bbWollt ihr etwa auch weggehen?\u00ab (Joh. 6,67). Zu alledem gilt: \u00bbEs soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist geschehen, spricht der HERR Zebaoth\u00ab (Sacharja 4,6). <\/p>\n\n\n\n<p>37| Der \u00bb<strong>Schwertvers<\/strong>\u00ab (Sure 9,5) bedarf einer verbindlichen Auslegung und Konkretion durch ein allgemein anerkanntes Oberhaupt bzw. Gremium der muslimischen Religion, ebenso die Sure 2,191-192; 9,29 mit dem Aufruf, zu t\u00f6ten und zu vertreiben \u00bbdie euch bek\u00e4mpfen\u00ab (38) \u2013 zudem der schillernde Begriff: \u00bbDschihad\u00ab (\u203aheilige Anstrengung\u2039), der bis in kriegerische Aktionen hinein ausgedeutet wird \/ werden kann (vgl. Sure 9,29).  Wenn nun dabei aber die Aussage aus 2. Tim. 4,7 herangezogen werden soll: \u00bbIch habe den guten Kampf gek\u00e4mpft\u00ab, n\u00e4mlich \u203aden guten Kampf des Glaubens\u2039 (1. Tim. 6,12), um den Dschihad zu legitimieren \u2013 dann muss sich Widerspruch regen. <\/p>\n\n\n\n<p>37| Wenn \u00bbdas gro\u00dfe koranische Prinzip\u00ab g\u00fcltig ist und befolgt wird: \u00bb<strong>Kein Zwang ist in der Religion<\/strong>\u00ab (Sure 2,257) \u2013 dann m\u00fcsste dieses Prinzip die Religionsfreiheit (gem\u00e4\u00df Art 4 GG) geradezu er\u00f6ffnen, also auch die Freiheit, sich gegen den muslimischen Glauben zu entscheiden (ohne einen \u203aEhrenmord\u2039 f\u00fcrchten zu m\u00fcssen, vgl. Sure 4,90). \u2013 Dann m\u00fcssten die Muslime die ihnen gew\u00e4hrte Religionsfreiheit auch in ihren eigenen Reihen anwenden und gegen\u00fcber anderen gelten lassen. \u2013 Dann d\u00fcrfte die Einhaltung der allgemeinen UN-Menschenrechte (und damit zugleich der Frauenrechte) f\u00fcr sie kein Problem, sondern im Gegenteil: Selbstverst\u00e4ndlichkeit sein. \u2013 Dann m\u00fcssten die Muslime entschieden gegen jede Art von Christenverfolgung aufstehen wie gegen jede Form von Antisemitismus einschreiten. (vgl. \u203aBKB\u2039Erkl\u00e4rung, Pkt. 7). \u2013 Dann m\u00fcsste nicht zuletzt das Spannungsverh\u00e4ltnis zwischen Grundgesetz und Scharia (als Religionsgesetz) zu kl\u00e4ren sein. <\/p>\n\n\n\n<p>Bisher jedoch spricht die konkrete Wirklichkeit eine diametral andere Sprache. Auch wenn seitens politischer Kreise hierzulande fast mantra-artig betont wird: \u00bb<strong>der Islam geh\u00f6rt zu Deutschland<\/strong>\u00ab (Christian Wulff, Dr. Angela Merkel) \u2013 so ist nicht nur zu fragen, welcher Islam denn gemeint ist (der des t\u00fcrkischen Staatspr\u00e4sidenten etwa?), sondern zugleich, ob damit Kinderehen, Polygamien, Ehrenmorde, die Scharia, die Unterdr\u00fcckung der Frau, die Beschneidung von Frauen, vorgesehene Strafma\u00dfnahmen (wie das Handabhacken, vgl. Sure 5,39) ebenso zu Deutschland geh\u00f6ren.   Mohammeds Anweisung lautet: \u00bbWer seine Religion wechselt, den t\u00f6tet\u00ab (vgl. EKDText 86, S.37), vgl. Sure 4,90.92; 8,39-41. <\/p>\n\n\n\n<p>38| 9) Religionsfreiheit im Kontext des s\u00e4kularen Rechtsstaates  Anmerkungen: s.o. <\/p>\n\n\n\n<p>ad III \u2013 Zwischenstand und Ausblick <\/p>\n\n\n\n<p>41| Welcher Optimismus, welche Blau\u00e4ugigkeit, welche Naivit\u00e4t dr\u00fcckt sich aus in dem Satz: \u00bbWenn wir als Christinnen und Christen den Dialog mit Musliminnen und Muslimen auf Augenh\u00f6he f\u00fchren \u2026\u00ab \u2013 Man sollte zun\u00e4chst einmal kritische IslamKenner befragt haben \u2026 <\/p>\n\n\n\n<p>41| Welches <strong>Gottesverst\u00e4ndnis<\/strong> mischt sich in die Formulierungen, welcher Synkretismus greift hier um sich, macht hier Platz, wenn es da hei\u00dft (?): \u00bbWir verstehen unseren jeweiligen Glauben als Antwort auf den sich aussprechenden einen Gott, lassen uns im christlichen Glauben an den dreieinigen Gott dankbar erinnern an das unvergleichliche Einssein Gottes, staunen \u00fcber die Hochsch\u00e4tzung der Person Jesu im Koran.\u00ab  Wie denn konkret spricht sich der hier postulierte eine Gott der Christen und Muslime aus, an den sich die Christen \u00bbdankbar erinnern\u00ab (als geh\u00f6rte ER l\u00e4ngst der Vergangenheit an?)? Spricht sich der eine Gott \u00fcberhaupt aus (?), in gleicher Weise? \u2013 Betreiben Christen in diesen Formulierungen nicht Verrat an der eigenen Sache christlichen Glaubens? Wie steht es um die Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus, um Christologie und Soteriologie, um Erl\u00f6sung und Heilsgewissheit?  <\/p>\n\n\n\n<p>Und zudem: Welches <strong>Jesus-Verst\u00e4ndnis<\/strong> enth\u00e4lt der Koran (Sure 4,172-173: \u00bbder Messias Isa \u2026\u00ab; vgl. 5,76.117; 43,60) im Gegen\u00fcber zu den neutestamentlichen Zeugnissen? Sollte in diesen Formulierungen etwa der Weg zu einer Art Einheitsreligion suggeriert werden? Man bedenke: Joh. 3,16 \/ man bedenke Jesu z\u00e4rtlich-intime Anrede \u203aAbba\u2039 zu Gott, Seinem Vater in den Himmeln (vgl. dagegen die distanzierte Anrede Allahs stets in dritter Person) \/ man bedenke Kreuz und Auferweckung. \u2013 Nach Sure 4,157-159 wurde Jesus von Nazareth nun eben nicht gekreuzigt, stattdessen ein anderer: handelte es sich um Simon von Cyrene (?) \u2013 oder um Judas Ischarioth (?), so das Barnabas-Evangelium (aus dem 14.-16. Jhdt.).  Nur: Ein Jesus, der nicht am Kreuz stirbt, kann nicht der Christus sein, den Gott auferweckt hat. Mit dem Ereignis von Kreuz und Auferweckung Jesu Christi steht oder f\u00e4llt christlicher Glaube von allem Anfang an bis heute. Diese Widerfahrnisse von Kreuz und Auferweckung Jesu Christi sind in einem ernsthaften Dialog nicht verhandelbar, nicht unterschlagbar, nicht zu verleugnen, sondern als Kerninhalte christlichen Glaubens und Lebens stets im Mittelpunkt zu sehen. <\/p>\n\n\n\n<p>42| \u00bbDer Gedanke \u203aGott auch anderswo\u2039\u00ab \u2013 fr\u00f6nt der Vorstellung einer allgemein g\u00fcltigen Zivilreligion unter einem gro\u00dfen \u203aDach\u2039, unter dem sich verschiedenste Religionen wiederfinden (k\u00f6nnen und sollen). <\/p>\n\n\n\n<p>42| \u00bbDankbar erkennen wir im Glauben der Musliminnen und Muslime heilvolle Spuren Gottes\u00ab \u2013 also <strong>Gottes Spuren in der Glaubensgeschichte des Islam<\/strong> \u2013 also: die Spuren des Juden-Gottes und des Christen-Gottes? \/ In wessen Islam? \u2013 Solche Formulierungen m\u00f6gen dem westlichen Zeitgeist entspringen, entsprechen aber wohl nicht der Glaubens\u00fcberzeugung von Muslimen. Als ob alle Menschen (an) ein- und denselben Gott glaubten!   Zu einem aufrechten, aufrichtigen Dialog geh\u00f6rt es, Unterschiede etwa im Gottesverst\u00e4ndnis hervorzuheben und diese eben nicht zu nivellieren. Wer dies versucht, t\u00e4uscht, produziert Entt\u00e4uschungen, verunm\u00f6glicht jeden sachorientierten Dialog, sorgt f\u00fcr Verfremdungen.  <\/p>\n\n\n\n<p>ad IV \u2013 \u00bbBlick auf die wichtigsten Handlungsfelder\u00ab <\/p>\n\n\n\n<p>43| (01) Gottesdienst und religi\u00f6se Feiern<\/p>\n\n\n\n<p> 44| \u00bb<strong>Liturgische Gastfreundschaft<\/strong>\u00ab  Im Fall, dass muslimische G\u00e4ste in einem christlichen Gottesdienst ein Gru\u00dfwort sprechen oder einen ihrer religi\u00f6sen Texte rezitieren, ist darauf zu achten und darauf Wert zu legen, dass dies in deutscher Sprache geschieht. Auch ist vorab zu kl\u00e4ren und zu vereinbaren, um welche Texte es sich konkret handelt und was Inhalt des Gru\u00dfwortes sein soll. \u00dcberraschungen sind in solch einem offiziellen Ereignis deplatziert.  Christliche Symbole wie das Kreuz etwa zu demontieren oder mit T\u00fcchern zuzuh\u00e4ngen oder gar zu entfernen, kann nicht Sache sein. Unverzichtbar f\u00fcr einen christlichen Gottesdienst ist das gemeinsam gesprochene Vater-unser-Gebet. Darauf m\u00fcssen Muslime vorab hingewiesen sein. Man beachte: Christen und Muslime beten eben nicht zu dem gleichen einen Gott. <\/p>\n\n\n\n<p>44| \u00bb<strong>Multireligi\u00f6se Liturgie<\/strong>\u00ab  Papst Johannes Paul II. lud Religions- und Kirchenf\u00fchrer 1986 nach Assisi ein zum Friedensgebet, wobei sich jeder Beter nach seinem eigenen Glauben, in seiner je eigenen Fr\u00f6mmigkeit, Tradition, Sprache an je einem anderen, ggf. neutralen Ort zum Gebet sammelte. Diese Praxis verwahrt sich gegen jedwedes synkretistisches Missverst\u00e4ndnis.  Das Gebet von Juden, Christen, Muslimen kann nur ein voneinander getrenntes Beten sein \u2013 ein gemeinsames in einem gemeinsamen Gottesdienst ist aufgrund der Differenzen im Gottesverst\u00e4ndnis verwehrt. <\/p>\n\n\n\n<p>45| \u00bb<strong>Interreligi\u00f6se Feier<\/strong>\u00ab  Wie soll(te) eine interreligi\u00f6se Feier gelingen, wenn \u00bbAngeh\u00f6rige unterschiedlicher Religionen die religi\u00f6se Kommunikation mit den gleichen Worten gemeinsam\u00ab vollziehen und \u00bbDifferenzen\u00ab dabei \u00bbbewusst ausgeklammert\u00ab werden? Handelt es sich hierbei nicht um gravierende Selbstt\u00e4uschungen? Sollte etwa auf die Anrede Gottes als Vater Jesu Christi verzichtet werden (k\u00f6nnen)? \u2013 Zudem: Selbst wer allein die gleiche Sprache spricht, meint dabei noch l\u00e4ngst nicht unbedingt zugleich dasselbe, was der andere meint. Wer also gar \u00dcbersetzungen oder \u00dcbertragungen bem\u00fcht, setzt sich der Gefahr des Missverst\u00e4ndnisses aus. Und das bleibt nicht ohne Folgen. Das f\u00fchrt in die Irre. <\/p>\n\n\n\n<p>45| \u00bb<strong>S\u00e4kulare Feier mit religi\u00f6sen Elementen<\/strong>\u00ab  Wenn \u00bbeine direkte religi\u00f6se Kommunikation (z.B. Gebet) .. ausgeschlossen\u00ab ist, bleibt zu fragen nach Sinn, Zweck, Inhalt einer solchen Feier und nach Aufgabe und Bedeutung kirchlicher Funktionstr\u00e4ger in diesem Kasus. Aufgrund von naheliegenden Missverst\u00e4ndnissen und Missdeutungen ist davon Abstand zu nehmen. <\/p>\n\n\n\n<p>46| Grunds\u00e4tzlich zu fragen muss sein, ob eine \u203a<strong>gottesdienstliche Gemeinschaft zwischen Christen und Muslimen<\/strong>\u2039 aufgrund der nicht zu leugnenden Differenzen im Gottesverst\u00e4ndnis und in den Gotteserfahrungen um der Aufrichtigkeit voreinander und vor Gott bzw. Allah willen \u00fcberhaupt gelingen kann und gelingen muss. Die Antwort kann nur \u203anein\u2039 lauten. Eine solche, hier und dort gew\u00fcnschte Gemeinschaft birgt erhebliche Selbstt\u00e4uschungen in sich und f\u00fchrt letztlich zu Entt\u00e4uschungen auf beiden Seiten. Eine verschiedene Religionen \u00fcbergreifende Gottesfeier suggeriert eine Einigkeit, die im Sinne einer Zivilreligion gewollt sein mag, aus theologischen Gr\u00fcnden jedoch nicht gegeben ist, auch nicht herstellbar ist.   <\/p>\n\n\n\n<p>46| (02)  Seelsorge in \u00f6ffentlichen Einrichtungen 48 Vielfach sind gegen\u00fcber staatlichen und kommunalen Institutionen zu regelnde Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten im Sinne einer Zusammenarbeit (noch) nicht gekl\u00e4rt.  <\/p>\n\n\n\n<p>49| (03) Christen und Muslime im Religionsunterricht und in der au\u00dferschulischen Bildungsarbeit <\/p>\n\n\n\n<p>49|<strong>Christen und Muslime im Religionsunterricht<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p> 50| Gem\u00e4\u00df Art. 7, Abs. 3 GG kann islamischer Religionsunterricht erteilt werden. Dieser aber muss in deutscher Sprache, nach deutschen Lehrpl\u00e4nen, von muslimischen Lehrern mit deutschem Studium an deutschen Hochschulen nach verbindlichen Grunds\u00e4tzen der muslimischen Religionsgemeinschaft erteilt werden. F\u00fcr die Kultusministerien ist es dabei jedoch grundlegend-wichtig, dass es auch auf muslimischer Seite einen allseits anerkannten Dachverband gibt, der f\u00fcr alle verschiedenen muslimischen Gruppierungen mit einer Stimme spricht. Diese Voraussetzung bzw. Bedingung ist bisher nicht eingel\u00f6st. Zwischenl\u00f6sungen werden erprobt.  Kann es aber angehen, dass muslimische Eltern ihre Kinder hierzulande aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden vom Sport- und Schwimmunterricht, von Klassenfesten und -fahrten fernhalten?   <\/p>\n\n\n\n<p>52| Christen und Muslime in der au\u00dferschulischen Bildungsarbeit <\/p>\n\n\n\n<p>54| (04) Sozialdiakonische Arbeit und Beratung <\/p>\n\n\n\n<p>55| (05) Religi\u00f6se Pr\u00e4senz in der Zivilgesellschaft <\/p>\n\n\n\n<p>57| Zu kritisieren ist die isolierte, disqualifizierende Rede von der Ehe als ein rein \u00bbweltlich Ding\u00ab (was Martin Luther so isoliert nicht gemeint hat). F\u00fcr Luther stand fest: Die Ehe ist (im Gegen\u00fcber zum r\u00f6mischen Verst\u00e4ndnis) kein Sakrament, sehr wohl aber Sch\u00f6pfungsordnung Gottes \u2013 und untersteht Gottes Gebot. <br><br>58| \u00bbEin nach islamischem Recht verbindlicher <strong>Ehevertrag<\/strong>\u00ab empfiehlt sich, ja, wenn darin festgehalten wird: die Zustimmung des muslimischen Partners zur standesamtlichen und zur kirchlichen Trauung, zur Ein-Ehe, zur Freiheit in der religi\u00f6sen Erziehung der m\u00f6glichen Kinder (einschlie\u00dflich der Freiheit zum Religionswechsel).  Doch wie steht es um die sog. Emanzipation, wenn eine Muslima keinen christlichen Mann heiraten darf (da der Mann das Erziehungs- und Verf\u00fcgungsrecht innehat und weil die Kinder Muslime werden m\u00fcssen)?  <\/p>\n\n\n\n<p>Wenn <strong>muslimische Kinder in einen evangelischen Kindergarten aufgenommen werden<\/strong>, so m\u00fcssen die muslimischen Eltern vorab auch \u00fcber die im Kindergarten gelebte christliche Praxis informiert werden, also \u00fcber Tischgebete, \u00fcber biblische Erz\u00e4hlungen, \u00fcber Glaubensfeste \u2013 und daf\u00fcr mindestens ihre Billigung in schriftlicher Form erkl\u00e4ren. <\/p>\n\n\n\n<p>   58| Zur \u00bb<strong>Frage des Kopftuches<\/strong>\u00ab ist festzuhalten, dass sich dieses Symbol mit Sure 33,60 begr\u00fcnden l\u00e4sst, dass es sehr wohl missdeutet und instrumentalisiert wird \/ werden kann, dass es als Symbol der Unterdr\u00fcckung dient \/ dienen kann.  <\/p>\n\n\n\n<p>59| <strong>Gegen Antisemitismus<\/strong> in welcher Art und Form auch immer in aller Entschiedenheit vorzugehen und bereits den Anf\u00e4ngen zu wehren, ist indiskutable Aufgabe von Christen und Muslimen, wenn sie sich denn als ernsthafte Dialogpartner untereinander und gegen\u00fcber der Judenheit erweisen wollen. <\/p>\n\n\n\n<p>ad V \u2013 Schlusswort <\/p>\n\n\n\n<p>61| \u00bb<strong>Die Metapher des Weges<\/strong>\u00ab und \u00bbeiner christlich-muslimischen Weggemeinschaft\u00ab wirkt verlockend \u2013 dabei jedoch sollte nicht verkannt werden, dass schon die Wege des Gottesverst\u00e4ndnisses auseinandergehen, sich die Frage nach Gemeinsamkeiten im Gottesverst\u00e4ndnis also er\u00fcbrigt. Im Sinne der Humanit\u00e4t dagegen sind sehr wohl gemeinsame Aktionen und Projekte m\u00f6glich, begr\u00fc\u00dfenswert, erw\u00fcnscht. <\/p>\n\n\n\n<p>61| Die EOK-Studie \u00bbgeht aus von der biblisch gewonnenen \u00dcberzeugung, dass wir motiviert von unserer christlichen Glaubens\u00fcberzeugung uns an dem Glaubensweg der Muslime und Musliminnen freuen und ihnen freim\u00fctig Gottesn\u00e4he zugestehen d\u00fcrfen.\u00ab  Abgesehen davon, dass die Formulierung: \u00bb<strong>freim\u00fctig Gottesn\u00e4he zugestehen<\/strong> d\u00fcrfen\u00ab als \u00fcberheblich und selbstherrlich verstanden werden kann und f\u00fcr Muslime als ehrverletzend (!) \u2013 so ist genauso kritisch anzumerken, wer denn bitte \u00bbGottesn\u00e4he\u00ab schenkt, stiftet oder verweigert. Als ob dies Christenwerk und -entscheidung sei! \u2013  Im \u00dcbrigen sei gefragt, ob es Aufgabe von Christen ist, sich an dem Glaubensweg z.B. von Muslimen zu freuen \u2013 ob es nicht ihre genuine Aufgabe ist, auch Andersdenkenden und Andersglaubenden das Evangelium von Jesus Christus in Kreuz und Auferweckung im missionarischen Sinne zuzumuten und sie zum christlichen Glauben und in die Christengemeinde einzuladen. <\/p>\n\n\n\n<p>61 Eine \u00bb<strong>Hochsch\u00e4tzung muslimischen Glaubens und Lebens<\/strong>\u00ab f\u00e4llt schwer f\u00fcr den, der politisch-religi\u00f6se Auseinandersetzungen, Krisen und Konflikte, B\u00fcrgerkriege in muslimisch gepr\u00e4gten und dominierten L\u00e4ndern auf sich wirken l\u00e4sst. Sind da nicht Zweifel angebracht?   Genauso, wenn der Verfassungsschutz hierzulande Moschee-Gemeinden, Imame, Hassprediger und sog. Gef\u00e4hrder observieren muss? \u2013 Die Probleme geh\u00f6ren \u203aauf den Tisch\u2039, ansonsten machen Gespr\u00e4che letztlich keinen Sinn.   So w\u00fcnschenswert ein ernsthafter Dialog zwischen Vertretern von Christentum und Islam auch sein mag, also kein Schmusekurs, keine \u00bbinterreligi\u00f6se Schummelei\u00ab (Wolfgang Huber), keine Religionsvermischung \u2013 so lebt dieser Dialog jedoch von bestimmten Voraussetzungen und Bedingungen, die von beiden Seiten her erf\u00fcllt sein m\u00fcssen, aber nicht ohne Weiteres von beiden Seiten aus erf\u00fcllbar sind. Ernstlich zu kl\u00e4ren und in wechselseitig verpflichtenden Vereinbarungen festzuschreiben w\u00e4re nicht zuletzt die Frage der Interessen und Absichten, die Frage von Sinn und Zweck und Ziel eines solchen Dialogs. Ob sich beide Seiten schlie\u00dflich als dialogf\u00e4hig und als dialogwillig erweisen, muss sich zeigen. <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Res\u00fcmee:<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p>Die nun ausgegebene, gegen\u00fcber der Vorlage vom 30.01.2018 \u00fcberarbeitete Fassung des EOK-Dokuments \u203aChristen und Muslime\u2039 (1.07.2018) ist \u203anoch nicht der Weisheit letzter Schluss\u2039 und fordert zu kritischer Analyse heraus. Die Frage stellt sich, ob es nicht angeraten sein sollte, dieses Dokument zur\u00fcckzuziehen \u2026 <strong>Deshalb stelle ich hiermit den Antrag an die Badische Landessynode, das EOK-Dokument: \u203aChristen und Muslime\u2039 (in der Fassung vom 1.07.2018) zur\u00fcckzuziehen<\/strong> \u2013 schon aufgrund dessen, dass es \u203aaus westlicher Brille heraus\u2039 betrachtet diverse Selbstt\u00e4uschungen enth\u00e4lt und teilweise gar in die Irre f\u00fchrt, erinnert sei an das trennende Gottesverst\u00e4ndnis. Der Vater Jesu Christi ist ein vollkommen anderer als der Allah Mohammeds. <\/p>\n\n\n\n<p>Literatur: <\/p>\n\n\n\n<p>\u2022 Gespr\u00e4chspapier der Evangelischen Landeskirche in Baden: Christen und Muslime (Erstfassung vom 30.01.2018)<br>\n\u2022 Gespr\u00e4chspapier der Evangelischen Landeskirche in Baden: Christen und Muslime (Ausgabe vom 1.07.2018) <br>\n\u2022 BKB: \u00bbSieben-Punkte-Erkl\u00e4rung: Zum Verh\u00e4ltnis von Christen und Muslimen\u00ab (23.04.2018), u.a. ver\u00f6ffentlicht in: Badische Pfarrvereinsbl\u00e4tter, Juni 2018, 195f. <br>\n\u2022 EKD-Kirchenamt: \u00bbKlarheit und gute Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland\u00ab, eine Handreichung des Rates der EKD, EKD-Texte 86, Hannover 2006 <\/p>\n\n\n\n<p>Pfarrer Dr. Hans-Gerd Krabbe <\/p>\n\n\n\n<p>Evang. Pfarramt Christuskirche Martinstra\u00dfe 9, 77855  Achern<\/p>\n\n\n\n<p>August 2018<br><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00bbChristen und Muslime\u00ab Stellungnahme zum Gespr\u00e4chspapier der Evangelischen Landeskirche in Baden (1.07.2018) &gt;&gt; PDF-Download Hat sich die badische Landessynode im Mai 1984 zum christlich-j\u00fcdischen Verh\u00e4ltnis ge\u00e4u\u00dfert, so ist eine weitere Synodalerkl\u00e4rung nun zum Verh\u00e4ltnis von Christen und Muslimen nur zu begr\u00fc\u00dfen. Die formelle Einladung, sich an diesem Konsultationsprozess zu beteiligen (61), nehme ich gerne an<br \/><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=261\">+ Read More<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":6,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[13,10],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/261"}],"collection":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/6"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=261"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/261\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":346,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/261\/revisions\/346"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=261"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=261"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/bekenntnis.net\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=261"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}