{"id":1335,"date":"2024-07-10T07:46:34","date_gmt":"2024-07-10T07:46:34","guid":{"rendered":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=1335"},"modified":"2024-07-10T08:01:40","modified_gmt":"2024-07-10T08:01:40","slug":"eingabe-mit-antrag-an-die-badische-landessynode","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/bekenntnis.net\/?p=1335","title":{"rendered":"Eingabe mit Antrag an die Badische Landessynode"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/bekenntnis.net\/wp-content\/uploads\/2024\/07\/Eingabe-19.-Februar-2024.pdf\">>> PDF-Download<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Erhard Schulz \u2013 Gernot Spelsberg \u2013 Dr. Hans-Gerd Krabbe<\/p>\n\n\n\n<p>Achern, 19. Februar 2024<\/p>\n\n\n\n<p>An den&nbsp;Synodalpr\u00e4sidenten&nbsp;der Evangelischen Landeskirche Baden&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>Herrn Axel Wermke&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p>\u2013 Gesch\u00e4ftsstelle der Landessynode \u2013<\/p>\n\n\n\n<p>Postfach 2269<\/p>\n\n\n\n<p>76010 K a r l s r u h e<\/p>\n\n\n\n<p>Eingabe mit Antrag<\/p>\n\n\n\n<p><em>Sehr geehrter Herr Synodalpr\u00e4sident Wermke, verehrte Synodalinnen und Synodale,&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>mit Besorgnis sind nicht nur innerhalb, sondern auch au\u00dferhalb der gro\u00dfen Kirchen in Deutschland die Ergebnisse der von der EKD in Auftrag gegebenen Mitgliedschaftsstudie aufgenommen worden.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstaunt und irritiert haben wir zur Kenntnis genommen, dass der Landeskirchenrat die Rechtsverordnungen Nr. 21 (in Sachen Bauf\u00f6rderung) und Nr. 24 (in Sachen Kooperationsr\u00e4ume und Dienstgruppen) erlassen hat. Wir fragen nun uns selbst und Sie: Wie verhalten sich diese Rechtsverordnungen zum Erprobungsgesetz?<\/p>\n\n\n\n<p>Damit ist ein weiterer ernster Hintergrund gesetzt, auf dem sich die \u00dcberlegungen zur grundlegenden Neustrukturierung von Kirchengemeinden, Pfarr\u00e4mtern und Bezirken bew\u00e4hren m\u00fcssen. Wir wenden uns an Sie, die Synodalinnen und Synodale, die Sie ja nicht nur organisatorisch, sondern auch geistlich mit der Leitung unserer Kirche betraut sind. Wir meinen, dass keine der im Augenblick geplanten Ma\u00dfnahmen alternativlos ist, und stellen Ihnen unsere \u00dcberlegungen, verbunden mit einem <strong>ANTRAG<\/strong>, vor.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Mit freundlichem Gru\u00df!<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>fdR.:<\/p>\n\n\n\n<p>c\/o: Pfarrer em. Dr. Hans-Gerd Krabbe \u2014 77855 Achern, Bernhard-Fr\u00fch-Stra\u00dfe 11<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Eingabe mit Antrag an die Badische Landessynode<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Kirche befindet sich nicht nur in einer finanziellen und personellen Krise, sondern in einer geistlichen und theologischen Krise. Diese Eingabe versucht, \u00fcber die Verwaltung des Mangels hinaus die Ursachen dieser geistlichen Krise in den Blick zu nehmen und die Gemeinden zu st\u00e4rken. Es geht darum, <strong>Perspektiven <\/strong>zu gewinnen f\u00fcr<strong> geistliches Wachstum in Kirche und Gemeinden<\/strong> und f\u00fcr die <strong>geistliche Pr\u00e4senz vor Ort.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>I. Perspektiven geistlichen Wachstums in Kirchen und Gemeinden<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Die <strong>Kooperation<\/strong> zwischen hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Landeskirche und zwischen Kirchengemeinden ist unverzichtbar und daher verpflichtend. Sie erweitert den Horizont und erleichtert die Arbeit durch gemeinsame Absprache und \u00dcbertragung von Aufgaben. Die bereits bestehenden <strong>Dienstgruppen<\/strong> k\u00f6nnen je nach Bedarf durch weitere haupt- und neben- wie auch ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erg\u00e4nzt werden. Zentrale Themen der Kooperation werden punktuelle \u00fcbergemeindliche Aktivit\u00e4ten sein wie Bibel- und Gemeindewochen, Evangelisationen, Kinder- und Jugendwochen, d.h. Veranstaltungen, die Menschen neu zum Glauben einladen bzw. im Glauben st\u00e4rken. Hier k\u00f6nnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Gemeinden gabenorientiert arbeiten und ihre Charismen in den jeweiligen Gemeindeverbund (Kooperationsraum) einbringen. Die Dienstgruppen arbeiten selbst\u00e4ndig und eigenverantwortlich. Sie regeln dar\u00fcber hinaus anfallende Dienste und Verantwortlichkeiten unter sich, so auch den Religionsunterricht \u2014 wobei zwei bis vier Wochenstunden in der Gemeinde der Ortspfarrerin bzw. des Ortspfarrers sinnvoll sind f\u00fcr gute Vertrauensbeziehungen zu k\u00fcnftigen Konfirmandengruppen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li><strong>Werbung<\/strong> f\u00fcr himmlische Berufe, f\u00fcrs Theologiestudium, f\u00fcr den Predigt- und f\u00fcr den Diakonendienst, aber auch f\u00fcr das sch\u00f6ne Pr\u00e4dikantenamt ist Gebot der Stunde und von Kirchenleitung und Gemeinden mit oberster Priorit\u00e4t zu behandeln. Es geht darum, im Auftrag unseres HERRN und im Sinne seines Gleichnisses von den Arbeitern im Weinberg (Mt. 20,1-16) loszugehen und Arbeiterinnen und Arbeiter f\u00fcr seinen Weinberg zu suchen und zu finden. Auch <strong>Quereinsteiger<\/strong> sollen eine reelle Chance bekommen. Eine fundierte geistliche und theologische Qualifikation ist dabei Bedingung.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Voraussetzung f\u00fcr jedes Gemeindewachstum in Kirche und Gemeinde ist eine gute geistlich fundierte <strong>Kinder- und Jugendarbeit. <\/strong>Hier darf nicht gespart, hier muss investiert werden. Ziel ist es, dass jeder Gemeindeverbund (Kooperationsraum) Zugang zu solch einer Jugendarbeit hat. Wie das geschieht, ob \u00f6rtliche Vereine (CVJM, EC, F\u00f6rderverein) mit der Kirchengemeinde kooperieren und\/oder durch weitere Hauptamtliche konkrete Hilfe erfahren, muss vor Ort entschieden werden. Am mangelnden Geld sollte Jugendarbeit nicht scheitern d\u00fcrfen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Wir sollten gegen den Trend von Mangel und Einsparungen neu den Verhei\u00dfungen unseres HERRN vertrauen, dass Er Wachstum und lebendigen Glauben schenken kann und wird, sofern wir als Kirche den Missionsauftrag Jesu Christi <strong><em>\u201eGehet hin!\u201c<\/em><\/strong> ernst nehmen. Es geht darum, dass wir der Verhei\u00dfung unseres HERRN trauen:<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eWer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht,<\/em><\/strong> <strong><em>denn ohne mich k\u00f6nnt ihr nichts tun\u201c (Joh. 15,5).<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>II. Perspektiven f\u00fcr geistliche Pr\u00e4senz vor Ort<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Das Votum m\u00fcndiger Gemeinden und dementsprechend m\u00fcndiger \u00c4ltester und Kirchengemeinder\u00e4te ist ernst zu nehmen. Sie formulieren, was sie als Gemeinden brauchen und was ihnen guttut. Daher ist die Erstellung von <strong>Gottesdienstpl\u00e4ne<\/strong>n nach wie vor Aufgabe und Verantwortung der zust\u00e4ndigen \u00c4ltestenkreise bzw. Kirchengemeinder\u00e4te. Dabei ist sicherzustellen, dass in jeder Gemeinde mindestens zwei bis drei Gottesdienste im Monat (je nach Gemeindegr\u00f6\u00dfe und Gemeindeverbund) gefeiert werden. Dar\u00fcber hinaus soll an allen hohen Feiertagen auf jeden Fall in jeder Gemeinde ein Gottesdienstangebot sein. Jedes Gemeindeglied \u2014 nicht zuletzt auch viele \u00e4ltere treue Gottesdienstteilnehmerinnen und -teilnehmer, auch die nicht mehr mobil sind \u2014 hat ein Anrecht auf regelm\u00e4\u00dfige Gottesdienste in seiner Kirche. Von jeder Pfarrerin oder von jedem Pfarrer im aktiven Pfarrdienst (vielleicht von wenigen begr\u00fcndeten Ausnahmen abgesehen) kann die Feier von zwei Gottesdiensten an jedem Sonntag erwartet werden. In jedem Gemeindeverbund ist f\u00fcr die Pfarrerin bzw. f\u00fcr den Pfarrer die Gottesdienstfeier in zwei Gemeinden an einem Sonntag die Regel. Dem mancherorts zu beobachtenden Trend, Gottesdienste ausfallen zu lassen, k\u00f6nnen wir nur widersprechen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>An den bestehenden Regelungen zur <strong>Stellenbesetzung<\/strong> f\u00fcr den Pfarrdienst und f\u00fcr den Diakonendienst ist nichts zu \u00e4ndern. Nach wie vor finden Bewerbungen und Wahlen f\u00fcr eine Gemeindepfarrstelle oder f\u00fcr einen gemeinkirchlichen Auftrag im Kirchengemeinderat statt. Alle \u00dcberlegungen, den zuk\u00fcnftigen Einsatz von Pfarrerinnen und Pfarrern in Dienstgruppen von <strong>Kooperationsr\u00e4ume<\/strong>n vorzunehmen, das bisher g\u00fcltige und bew\u00e4hrte Parochialprinzip aufzul\u00f6sen und damit die klare Zuordnung eines Pfarrers oder einer Pfarrerin zu einer bzw. zu mehreren Gemeinden aufzugeben, sind kontraproduktiv, denn die Gemeinde braucht personalen Bezug, feste Bezugspersonen. Andernfalls droht die Gefahr, eine noch bestehende Kirchenbindung aufzul\u00f6sen oder eine denkbare neue gar nicht erst entstehen zu lassen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Das Wahlrecht obliegt nach wie vor den Gemeinden, vertreten durch ihre gew\u00e4hlten Kirchen\u00e4ltesten. Wenn die Kirche diesen Grundsatz aufgibt und das Wahlrecht auf Mitglieder in den Kooperationsr\u00e4umen erweitert, schw\u00e4cht sie die Gemeinden und relativiert ein Grundprinzip protestantischer Kirche. Mitglieder in den Kooperationsr\u00e4umen haben allenfalls ein Mitspracherecht.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Es kann nicht die Aufgabe von Dienstgruppen sein, die Pfarrerinnen und Pfarrer eines Kooperationsraums Sonntag f\u00fcr Sonntag wechselnd in andere Gemeinden zu schicken. Jede und jeder ist Pfarrerin bzw. Pfarrer in ihrer bzw. seiner Gemeinde und hier in der Regel pr\u00e4sent in der Feier des Gottesdienstes (die freien Wochenenden oder Urlaub abgesehen). Selbstverst\u00e4ndlich sind gelegentlicher Predigttausch oder eine sich \u00fcber ca. drei Wochen hin erstreckende Predigtreihe zu einem besonderen Thema zu begr\u00fc\u00dfen. Wenn Gemeindeglieder aber nicht mehr wissen, wer als Pfarrerin oder als Pfarrer an ihrem Ort f\u00fcr sie zust\u00e4ndig ist und an wen sie sich vertrauensvoll zu seelsorgerlichen Gespr\u00e4chen wie in Freud und Leid wenden k\u00f6nnen, verst\u00e4rkt das die Anonymit\u00e4t und die Aufl\u00f6sung der Kirche vor Ort. Wir m\u00fcssen es so deutlich feststellen: Das w\u00e4re Totengr\u00e4berdienst an der Kirche. Das w\u00fcrde auch zur Desorientierung der Pfarrerinnen und Pfarrer f\u00fchren, f\u00fcr welche Gemeinden sie seelsorgerlich verantwortlich sind. Und, sehr zu beachten: Wer bewirbt sich noch f\u00fcr solche un\u00fcberschaubaren Pfarrdienste, wenn es denn Pfarrgemeinden bzw. Kirchengemeinden im herk\u00f6mmlichen Sinn nicht mehr gibt?<\/li>\n\n\n\n<li>Die jetzt vorgesehenen <strong>Fusionen<\/strong> sowie alle eventuell weiteren Fusionen von Kirchenbezirken sind nochmals gr\u00fcndlich zu \u00fcberdenken, bevor hier vollendete Tatsachen geschaffen werden. Der Einspareffekt ist minimal. Immer gr\u00f6\u00dfer werdende Dekanate und gr\u00f6\u00dfere Entfernungen verst\u00e4rken die Entfernung und Entfremdung der Kirche von den Menschen, und damit ist niemandem gedient. Die entsprechenden \u00c4mter lassen sich umso schwerer besetzen. Je mehr die Kirche jedoch vor Ort pr\u00e4sent ist, gerade auch durch die Pfarrerin oder den Pfarrer, desto mehr l\u00e4sst sich m\u00f6glichen Kirchenaustritten vorbeugen. Mitgliedschaftsstudien der EKD belegen das seit Jahren.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Der Gemeindebezug der <strong>Konfirmandenarbeit<\/strong> darf unter keinen Umst\u00e4nden aufgegeben werden. Gewisse zentrale H\u00f6hepunkte der Konfirmandenzeit wie Konfi-Camps oder Konfi-Tage und andere besondere Veranstaltungen, die Konfirmandinnen und Konfirmanden Gemeinschaft in hervorragenden Events erleben lassen und auch ihren kirchlichen Horizont \u00fcber die eigene Gemeinde hinaus erweitern, sind zu unterst\u00fctzen. Hier k\u00f6nnen charismatisch-begabte Pfarrerinnen und Pfarrer und weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kirchenbezirk Pfarrerinnen und Pfarrer in den Ortsgemeinden entlasten. Die aber f\u00fcr die Konfirmation zentralen Themen wie Taufe und Konfirmation, Glaube, Gemeinde und Abendmahl geh\u00f6ren in der eigenen Gemeinde behandelt, in denen die Konfirmandinnen und Konfirmanden eingesegnet werden. Hierbei ist der herk\u00f6mmliche Unterricht vor Ort, m\u00f6glichst praxisnah, unabk\u00f6mmlich. &nbsp;Der Mittwoch-Nachmittag darf gegen\u00fcber den Schulen nicht aufgegeben werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<ul>\n<li>Das <strong>Ampelsystem<\/strong> ist nochmals gr\u00fcndlich auf den Pr\u00fcfstand zu stellen. Gerade aber auch kleine Gemeinden, die oftmals besonders aktiv sind und in denen der Zusammenhalt gro\u00df ist, fallen durch die drohende rote Ampel sehr leicht aus jeder weiteren finanziellen Unterst\u00fctzung seitens der Landeskirche heraus (selbst die gelbe Ampel scheint nach der Planung auf rot zu tendieren). Was hindert die Landeskirche, punktuell und flexibel nach aktuellem Bedarf in Einzelf\u00e4llen zu entscheiden, was wann an Unterst\u00fctzung m\u00f6glich ist und was nicht? Es besteht keine Notwendigkeit, jetzt f\u00fcr alle Zeit apodiktisch festzulegen, wer noch mit Unterst\u00fctzung rechnen kann und wer nicht. Solidarit\u00e4t in der Not sieht anders aus. Gemeinden, die sich nicht mehr versammeln k\u00f6nnen auch \u00fcber den Gottesdienst hinaus, droht das Aussterben. Wie mit nicht-wirtschaftlichen \u00dcberkapazit\u00e4ten umgegangen werden muss (Verkauf, Vermietung), das kann nur vor Ort und im Miteinander auch in der Kommune entschieden werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>In all den Ver\u00e4nderungsprozessen braucht die Kirche innere Ruhe, Gelassenheit und Gottvertrauen. Keine der im Augenblick geplanten Ma\u00dfnahmen ist alternativlos. In Stille und Gebet, im Miteinander-Reden und Aufeinander-H\u00f6ren zwischen Gemeindegliedern und Kirchenleitung und zuallererst im gemeinsamen H\u00f6ren auf Gottes Wort sollen in der Bitte um den Heiligen Geist gemeinsam Alternativen gesucht, gefunden und erprobt werden &#8211; im Sinne des Wortes:<\/p>\n\n\n\n<p><strong><em>\u201eDurch Stille-Sein und Vertrauen w\u00fcrdet ihr stark sein.\u201c (Jes. 31,15 b).<\/em><\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei allen notwendigen K\u00fcrzungsvorgaben pl\u00e4dieren wir (statt pauschaler 30-Prozent- K\u00fcrzungen) f\u00fcr <strong>Einzelfall-Entscheidungen<\/strong>, die sehr wohl auch ganz andere tiefgreifende K\u00fcrzungen bis hin zu Stellen-Aufl\u00f6sungen bedeuten k\u00f6nnen, aber nicht m\u00fcssen. Es sollte m\u00f6glich sein, sorgf\u00e4ltig abzuw\u00e4gen und zu differenzieren. Dazu m\u00f6chten wir ermutigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser ANTRAG lautet:<\/p>\n\n\n\n<p>Die Landessynode wird gebeten und aufgefordert, schon erfolgte \u00dcberlegungen und Ma\u00dfnahmen zur sog. <strong>Strukturreform <\/strong>nochmals zu \u00fcberdenken und ggfs. zu revidieren bzw. neu zu beschlie\u00dfen \u2014 gilt doch bisher das ausgegebene Erprobungsgesetz zur Erprobung (!) neuer Verh\u00e4ltnisse und Bedingungen. Demnach ist also noch kein rechtskr\u00e4ftig festgeklopftes Gesetz erlassen.<\/p>\n\n\n\n<p><em>Erhard Schulz, Pfarrer i.R., Meckesheim<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Gernot Spelsberg, Pfarrer i. R., Ettlingen<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><em>Dr. Hans-Gerd Krabbe, Pfarrer i.R., Achern<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>>> PDF-Download Erhard Schulz \u2013 Gernot Spelsberg \u2013 Dr. Hans-Gerd Krabbe Achern, 19. 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